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23.06.2014

16:39 Uhr

IT-Sicherheitsfirma Tanium

Facebook-Investoren stecken Millionen in Start-up

Marc Andreessen und Ben Horowitz sind bekannt für ihr gutes Gespür. Die Investoren unterstützten bereits Facebook und Pinterest. Nun investieren sie wieder – in eine Firma, die sogar IBM Konkurrenz machen könnte.

Marc Andreessen (links) und Ben Horowitz sind für ihren guten Riecher bei Investments bekannt. Ihr neuster Coup heißt Tanium. dapd

Marc Andreessen (links) und Ben Horowitz sind für ihren guten Riecher bei Investments bekannt. Ihr neuster Coup heißt Tanium.

New YorkFacebook-Investor Andreessen Horowitz setzt die zweitgrößte Finanzwette seiner Unternehmensgeschichte auf die Computer-Sicherheitsfirma Tanium. Der renommierte Risikokapitalgeber investiert 90 Millionen Dollar in das sieben Jahre alte Unternehmen, teilte Firmenmitbegründer Marc Andreessen über Twitter mit. „Tanium ist ein Durchbruch, wie wir ihn noch nie gesehen haben“, schreibt der Internet-Pionier, der mit seiner Firma neben Facebook auch andere Internetgrößen wie Pinterest finanziell auf den Weg gebracht hat.

Es sei das erste Investment, das die 2007 gegründete Firma Tanium erhalte. Die von Orion Hindawi und seinem Vater gegründete Firma habe bislang unter dem Radar gearbeitet. Wahrscheinlich habe man noch nie von Tanium gehört, aber die Technologie klinge wie der Traum eines IT-Managers, schätzt das Technologie-Blog „Bizfeedz“. Die Software soll es ermöglichen, über einen einfachen Webbrowser alle IT-Geräte eines Unternehmens zu verwalten und gleichzeitig Sicherheitslücken zu erkennen und sofort - in Echtzeit zu entfernen.

Die schlechtesten Passwörter 2013

Diverse Ziffernfolgen

Das häufigste Passwort ist „123456“, auf Platz 3 steht „12345678“, auf Platz 9 „123456789“: Ziffernfolgen sind beliebt. Auch „123123“ taucht in der Liste auf.
Quelle: Splashdata. Das US-Unternehmen hat gehackte und im Internet veröffentlichte Nuzterkonten analyisert.

Eine Ziffer mal sechs

Noch einfacher machen es sich Nutzer mit Passwörtern wie „111111“ (Platz 7) und „000000“ (Platz 25). Beide dürften Cyberkriminelle auf dem Zettel haben.

Problem erkannt

Etlichen Nutzern ist das Problem offenbar klar: Auf Platz 24 steht das Passwort „trustno1“, deutsch: Vertraue niemandem. Sicher ist es indes nicht.

Liebesgrüße im Browser

Unsicher, aber zumindest romantisch sind Passwörter wie „iloveyou“ (Platz 9) und „princess“ (Platz 22) – sofern sie sich auf den Partner beziehen.

Affe im Schatten

Warum die Begriffe als Passwörter beliebt sind, ist zwar unklar. Dennoch: „shadow“, deutsch: Schatten, und „monkey“, deutsche: Affe, stehen auf den Plätzen 18 und 17.

Firmenname als Hilfe

In der diesjährigen Auswertung ergibt sich eine Besonderheit: Da 38 Millionen Passwörter von Adobe-Kunden eingeflossen sind, tauchen sowohl der Firmenname als auch Produkte des Unternehmens auf, etwa in „adobe 123“ (Platz 10) und „photoshop“ (Platz 15).

Die Analyse- und Sicherheitsfunktionen der Software seien eine potenzielle Herausforderung für Technologie-Unternehmen wie IBM und Symantec, schreibt „das Wall Street Journal“. Mit dem Symantec-Rivalen McAfee hatte Tanium allerdings erst im Februar eine Partnerschaft vereinbart, um Echtzeit-Technologie in die Sicherheits-Management-Systeme des Unternehmens zu integrieren.

Auch Ex-Microsoft-Manager Steven Sinofsky sieht großes Potenzial in den Lösungen von Tanium. Der Andreessen-Partner sitzt inzwischen im Vorstand der Firma aus dem kalifornischen Berkeley. Tanium ermögliche ein komplettes Umdenken, wie IT-Profis Netzwerke verwalten und die Sicherheit gewährleisten, sagte Sinofsky.

Von

dpa

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