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03.01.2014

11:51 Uhr

IT-Vermieter

Grenkeleasing orientiert sich an der Telekom

Grenkeleasing will expandieren, doch dafür braucht das Unternehmen Geld, dass eigentlich den Aktionären in Form von Dividenden zusteht. Doch es gibt eine Lösung, die Deutsche Telekom hat es vorgemacht.

Von der Telekom lernen: Die Aktionäre des IT-Vermieters Grenkeleasing sollen in diesem Jahr zwischen einer Dividende in bar und neuen Aktien des Unternehmens wählen können. AFP

Von der Telekom lernen: Die Aktionäre des IT-Vermieters Grenkeleasing sollen in diesem Jahr zwischen einer Dividende in bar und neuen Aktien des Unternehmens wählen können.

FrankfurtDie Deutsche Telekom ist das Vorbild: Die Aktionäre des IT-Vermieters Grenkeleasing sollen in diesem Jahr zwischen einer Dividende in bar und neuen Aktien des Unternehmens wählen können. Eine Entscheidung werde noch bis Anfang Februar auf sich warten lassen, sagte eine Sprecherin am Freitag. „Für ein Unternehmen mit einem starken Wachstum ist das eine Überlegung wert.“ Das Unternehmen aus Baden-Baden hat vorsichtshalber seine Hauptversammlung schon auf den 10. April vorverlegt. Denn die Genehmigung für die Ausgabe neuer Aktien laufe am 11. Mai aus.

Grenkeleasing könnte damit Geld sparen, das stattdessen in die weitere Expansion gesteckt werden soll. Im vergangenen Jahr hatte die im Kleinwerteindex SDax gelistete Firma 11,8 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet. Die Telekom hatte 2013 als erstes Großunternehmen in Deutschland die Aktionäre zwischen Aktien und einer Ausschüttung in bar wählen lassen. 38 Prozent von ihnen hatten sich damals für T-Aktien entschieden, darunter als Großaktionär der Bund. Bei den Kleinaktionären fand die Möglichkeit dagegen kaum Anklang.

Deutsche Startups

Neue Gründerzeit

Manch einer spricht von einer neuen Gründerzeit: Immer mehr Start-ups versuchen in Berlin ihr Glück. Aber auch in anderen Teilen des Landes gibt es erfolgreiche IT-Unternehmen. Einige sind bereits über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt geworden. Ein Überblick.

Researchgate

Researchgate ist ein Online-Netzwerk für Wissenschaftler. Dort tummeln sich Biologen, Chemiker aber auch Philosophen. Die Idee: Forscher sollen sich inhaltlich austauschen und Kontakte knüpfen können. Der studierte Virologie Ijad Madisch gründete die Firme mit zwei Freunden. Längst sind Investoren aus den USA aufmerksam geworden – darunter Microsoft-Gründer Bill Gates: Er steckte im Juni 2013 gemeinsam mit Tenaya Capital 35 Millionen Euro in Researchgate.

Wooga

Der Spiele-Anbieter Wooga profitierte in seinen Anfangsjahren vom Boom der Sozialen Netzwerke: Immer mehr Nutzer verbrachten immer mehr Zeit bei StudiVZ, Facebook und Co – und begeisterten sich für Spiele wie „Monster World“, die das Berliner Start-up dort anbot. Inzwischen steckt Wooga mehr Anstrengungen in die Apps für mobile Geräte. Weltweit verzeichnet die Firma monatlich 50 Millionen Nutzer.

Bigpoint

Kein klassisches Start-up mehr ist Bigpoint: Heiko Hubertz gründete die Firma bereits 2002. Sie bietet Spiele wie „Drakensang Online“ und „Farmerana“ an, sowohl eigene Entwicklungen wie auch die anderer Hersteller. Die mehr als 300 Millionen registrierten Nutzer können grundsätzlich kostenlos spielen, zahlen aber für Extras. 2012 war allerdings ein schwieriges Jahr: Weil sich das Geschäft schlechter entwickelte als erwartet, strich das Unternehmen 120 Stellen und schloss das Studio in San Francisco. Dieses Jahr will Bigpoint wieder wachsen.

Soundcloud

Der schwedische Unternehmer Alexander Ljung hat sich bewusst für den Standort Deutschland entschieden: Er gründete seine Firma Soundcloud in der Hauptstadt. Sie bietet eine Plattform an, auf die Nutzer eigene Audioproduktionen hochladen können und mit anderen teilen können. Monatlich nutzen 250 Millionen Menschen den Dienst.

6Wunderkinder

Das Start-up 6Wunderkinder entwickelt eine Anwendung, mit der Nutzer ihren Alltag wie auch ihre Arbeit organisieren können sollen. Die Basisversion ist kostenlos, die Team-Version kostet eine monatliche Gebühr. Bislang hat das Unternehmen nur sechs Millionen Nutzer, aber eine Partnerschaft mit dem bekannten Kapitalgeber Sequoia Capital rückt das junge Unternehmen ins Rampenlicht.

Zalando

Hinter dem Online-Modehändler Zalando stehen die Samwer-Brüder, die sich als Seriengründer von Internet-Unternehmen einen Namen gemacht haben. Der Umsatz ist seit der Gründung 2008 rasant auf 1,15 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gewachsen, allerdings arbeitet der Händler nicht profitabel. Internationale Investoren, darunter die deutsche Tengelmann-Gruppe und ein kanadischer Rentenfonds, finanzieren die internationale Expansion.

Auch bei Grenkeleasing dürfte die Dividende in Form von Aktien nichts für Kleinaktionäre sein. Gemessen an den 80 Cent je Aktie, die für 2012 ausgeschüttet wurden, bräuchte ein Anteilseigner mehr als 70 Anteilsscheine, um das Recht auf eine neue Grenke-Aktie zu erwerben. Das Papier stieg am Freitag um 1,8 Prozent auf 69,69 Euro. Größter Aktionär ist die Familie von Firmengründer Wolfgang Grenke mit 42,6 Prozent.

Seine operativen Ziele hat Grenkeleasing 2013 erreicht. Das Neugeschäft mit Druckern, Kopiergeräten, Notebooks und anderer Büro-Elektronik sowie mit Existenzgründer-Krediten wuchs um 15,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro; geplant waren 13 bis 16 Prozent. Grenkeleasing erwirtschaftet mittlerweile zwei Drittel des Geschäfts im Ausland. Die operative Marge im Leasinggeschäft sank aber auf 19,0 von 19,5 Prozent. Zum Nettogewinn äußerte sich das Unternehmen noch nicht: Ziel waren 44 bis 48 (Vorjahr: 42,5) Millionen Euro.

Von

rtr

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