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06.02.2013

13:41 Uhr

IT-Vermieter

Grenkeleasing prüft Kapitalerhöhung

Die Eigenkapitalquote des IT-Vermieters Grenkeleasing ist im vergangenen Jahr unter die angepeilten 16 Prozent gerutscht. Nun erwägt das Unternehmen eine Kapitalerhöhung, um das Wachstum zu stimulieren.

Insgesamt hat Grenkeleasing Kopiergeräte, IT-Ausstattung und Notebooks im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro an 325.000 Kunden verleast. dpa

Insgesamt hat Grenkeleasing Kopiergeräte, IT-Ausstattung und Notebooks im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro an 325.000 Kunden verleast.

FrankfurtDer IT-Vermieter Grenkeleasing erwägt zur Unterstützung seines Wachstums eine Kapitalerhöhung. Die Eigenkapitalquote sei im vergangenen Jahr mit 14,9 Prozent unter die angepeilten 16 Prozent gerutscht. „Wir können jederzeit handeln, um die Quote zu erhöhen", sagte Finanzvorstand Jörg Eicker am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Grenkeleasing verfüge über die nötigen Vorratsbeschlüsse der Hauptversammlung.

Um auf 16 Prozent zu kommen, fehlten dem Baden-Badener Unternehmen 15 bis 25 Millionen Euro. „Das ist eine recht überschaubare Sache", sagte der Finanzchef. Auch die Ratingagenturen sähen gerne einen Eigenkapitalpuffer von 15 Prozent. Vorstandschef Wolfgang Grenke sagte, eine Entscheidung könne kurzfristig fallen.

Die Übernahme mehrerer Franchise-Partnern im Ausland und die fortgesetzte Expansion belasten das Kapital von Grenkeleasing. Dennoch sollen die Aktionäre eine auf 80 (2011: 75) Cent je Anteilsschein erhöhte Dividende bekommen. Nach dem Marktstart in Brasilien und in der Türkei im vergangenen Jahr will das Unternehmen 2013 nach Kanada und Dubai expandieren.

Trotzdem bremst Grenke bei den Wachstumsplänen etwas: Das Neugeschäft soll um 13 bis 16 Prozent wachsen, 2012 hatte Grenkeleasing mit einem Plus von nahezu 20 Prozent erstmals die Milliardenschwelle überschritten. Grenke hält die Prognose für konservativ: „Für 2012 hatten wir auch nur mit 15 Prozent gerechnet."

Insgesamt hat Grenkeleasing Kopiergeräte, IT-Ausstattung und Notebooks im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro an 325.000 Kunden verleast. Mit einem Nettogewinn von 42,5 Millionen Euro traf das Unternehmen genau die eigene Prognose (41 bis 44 Millionen). Der größte Teil des Gewinns kommt nicht aus den Zinsen, sondern aus der Verwertung der gebrauchten Güter über Händler oder über das Internet.

„Das war das beste Jahr seit Gründung der Firma 1978", sagte der Finanzvorstand. Für das neue Jahr prognostiziert er zwischen 44 und 48 Millionen Euro Gewinn. Die Ausfallrate werde auf dem Niveau von 2012 bleiben, als die Kunden 1,7 Prozent der Verträge nicht erfüllen. „Dass die Rate nicht niedriger ist, zeigt, dass Europa noch nicht aus der Krise heraus ist", sagte Eicker.

Von

rtr

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