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23.07.2014

12:07 Uhr

„iTime“

Apple-Smartwatch wird wahrscheinlicher

„iTime“ statt „iWatch“: Apple sichert sich die Patentrechte für eine Smartwatch. Indes treiben gute Verkaufszahlen des iPhones die Quartalszahlen in die Höhe. Konzernchef Cook kündigt „neue Produkte und Dienste“ an.

Smartwatch von Samsung: Soll es bald auch aus dem Hause Apple geben. Reuters

Smartwatch von Samsung: Soll es bald auch aus dem Hause Apple geben.

San FranciscoDer US-Technologieriese Apple macht bei der Entwicklung einer Smartwatch Fortschritte: Das US-Patentamt genehmigte dem Konzern ein Patent auf eine „elektronische Armbanduhr“, wie aus am Dienstag veröffentlichten Unterlagen hervorgeht. Diese soll über ein Touchscreen-Display verfügen und sich drahtlos mit mobilen Geräten wie dem iPhone verbinden können. Auch ein Name für die Smartwatch wird in den Unterlagen genannt: „iTime“.

Die Gerüchte um eine schlaue Apple-Uhr geistern seit langem durch die Branche, bisher mit der Bezeichnung „iWatch“. Das Unternehmen selbst hat dem Projekt aber offenbar einen anderen Namen gegeben: Auf einer Zeichnung, die laut Patentamt im Januar 2011 mit dem Antrag auf Patentierung eingereicht wurde, ist die Uhr als „iTime“ beschrieben. Sie soll mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet sein und kann vermutlich auch über Gesten gesteuert werden.

Apple selbst hält sich zu geplanten Produkten stets bedeckt - auch das befeuert regelmäßig die Neugier der Kunden. Auch die Erwartungen der Investoren, die auf neue, innovative Geräte der Kultmarke warten, ist groß. Konzernchef Tim Cook hält regelmäßig die Spannung aufrecht. Bei mehreren Auftritten verwies er auf neue Produkte, die entwickelt würden - ohne jedoch genauer darauf einzugehen.

„Wir haben eine unglaubliche Reihe an neuen Produkten und Diensten, bei denen wir es nicht erwarten können, sie vorzustellen“, sagte Cook auch am Dienstag bei der Vorstellung der Quartalszahlen gegenüber Analysten. Auch diesmal gab es keine Einzelheiten, auch nicht zu Neuerungen beim iPhone. Berichten zufolge arbeitet Apple an neuen Versionen seines Smartphones mit einem größeren Display.

Anhaltend gute Verkaufszahlen beim iPhone trieben die Quartalszahlen in die Höhe. Im zweiten Quartal bis Ende Juni verzeichnete Apple einen Gewinn von 7,7 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 37,4 Milliarden Dollar, wie der Konzern bekanntgab. Dies war ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zwischen April und Juni verkaufte das Unternehmen demnach 35,2 Millionen iPhones - fast 13 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Vor allem in China zog der Verkauf kräftig an.

Dafür fielen die Verkaufszahlen beim iPad um 9,2 Prozent auf 12,27 Millionen und ließen Apple letztlich den erwarteten Gesamtumsatz von rund 38 Milliarden Euro verfehlen. Die Enttäuschung hielt sich bei den Anlegern jedoch in Grenzen: Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen sank die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel lediglich um weniger als ein Prozent auf 94,38 Dollar.

Die Ergebnisse seien „nicht sehr wichtig“, da sich alle Augen auf den „wunderbaren Herbst“ mit der erwarteten Vorstellung von iPhone 6, Smartwatch und der Offensive auf dem Unternehmensmarkt an der Seite von IBM richteten, sagte Analyst Brian White von Cantor Fitzgerald. Laut „Wall Street Journal“ bestellte Apple bei seinen Zulieferern 80 Millionen Stück der neuen iPhone-Version bis zum Jahresende.

Von

afp

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