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01.03.2012

12:07 Uhr

Jahresbericht 2011

Xing rutscht in die roten Zahlen

Das Business-Netzwerk Xing ist im Jahr 2011 in die Verlustzone gerutscht. Schuld daran sei eine Wertberechtigung in zweistelliger Millionenhöhe, die durch die Konzentration auf das Kerngeschäft entstanden ist.

Webseite des Internetportals Xing. dpa

Webseite des Internetportals Xing.

HamburgDie Konzentration auf das Kerngeschäft in den deutschsprachigen Ländern hat das Business-Netzwerk Xing im vergangenen Jahr in die roten Zahlen geführt. Ein dadurch entstandener Wertberichtigungsbedarf in zweistelliger Millionenhöhe verursachte in der Bilanz für 2011 einen Verlust von 4,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwochabend in Hamburg mitteilte. Ohne diesen Sondereinfluss hätte das Internet-Unternehmen nach eigenen Angaben einen Gewinn von 9,4 Millionen Euro erzielt, 31 Prozent mehr als 2010 (7,2 Millionen Euro). 

So wies Xing beim Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ein Plus von 33 Prozent auf 22,2 Millionen Euro aus. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 66,2 Millionen Euro. Zufrieden ist das Unternehmen vor allem mit seinen Geschäften der Personalsuche im Netz, dem sogenannten Social Recruiting - hier stiegen die Erlöse um 65 Prozent auf 11,7 Millionen Euro. Bei den Werbeeinnahmen konnte Xing um 35 Prozent auf 5,3 Millionen Euro zulegen. Die Erlöse aus den Gebühren zahlender Mitglieder stiegen um sieben Prozent auf 45,6 Millionen Euro.

Bei Xing können Mitglieder ein persönliches Profil anlegen und dieses öffentlich oder nur für die eigenen bestätigten Kontakte freigeben. Die kostenlose Mitgliedschaft ist auf die Kernfunktionen eingeschränkt. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft bietet erweiterte Such- und Kommunikationsmöglichkeiten. Mit fünf Millionen Mitgliedern ist Xing Marktführer in den deutschsprachigen Ländern; insgesamt nutzen mehr als elf Millionen Menschen die Xing-Dienste, darunter in Spanien und der Türkei. Das führende Business-Netzwerk weltweit ist LinkedIn mit mehr als 150 Millionen Mitgliedern.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Analyst

01.03.2012, 12:26 Uhr

XING ist leider mutiert zu einem Tummelplatz für (Struktur-)Vertriebler und anderer Provisionshaie. Vorsicht ist außerdem geboten, da die Premiummitgliedschaft ein Abo ist, das sich stillschweigend um jeweils 2 Jahre verlängert!

UwBeFern

01.03.2012, 14:06 Uhr

Sehe ich auch so. Die ständige Werbung bei Xing durch "agile" Mitglieder nervt. Denke die Boomphase der Netzwerke wie Xing ist vorbei. Was hat man denn davon, wenn man erfährt dass irgendein entfernt bekannter bei Xing postet, dass er gerade eine Rede hält oder sonstiges wichtiges kundtut.

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