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31.01.2005

13:25 Uhr

Jahresprognose unverändert

Sanyo sieht Rot

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat der japanische Elektronik-Konzern Sanyo Electric einen Netto-Verlust von 17,6 Milliarden Yen (rund 130 Millionen Euro) gemacht. Schuld daran sollen die schleppende Nachfrage nach digitalen Kameras und Erdbebenschäden in einer Chip-Fabrik sein.

HB TOKIO. Der Umsatz ging im Quartal um fünf Prozent zurück. Die im Dezember gesenkte Prognose fürs Gesamtjahr bis Ende März ließ das Unternehmen am Montag bei der Vorlage der Quartalszahlen unverändert.

Die Umsätze bezifferte das Unternehmen auf 620,6 Mrd. Yen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Sanyo einen Gewinn von 9,9 Mrd. Yen gemacht. Der drittgrößte Unterhaltungselektronik-Hersteller Japans appellierte zugleich an seine Mitarbeiter, Produkte des eigenen Hauses zu kaufen, um die Verluste zu reduzieren. Führungskräfte sollen demnach privat zwei Mill. Yen (rund 15 000 €) in Sanyo-Produkte investieren, die übrigen Mitarbeiter 200 000 Yen (rund 1500 €). Von Sanyo gibt es unter anderem Fernseher, Kühlschränke, und Handys.

Sanyo gehört zu den größten Herstellern von digitalen Kameras, liefert aber mehr als 90 % seiner Produktion Olympus und anderen Herstellern zu, von denen viele ihre Stückzahlen angesichts des schwachen Marktes und der harten Konkurrenz in der Branche zurückgefahren haben. Sanyos Geschäft litt im dritten Quartal zudem darunter, dass in Folge eines Erdbebens im Oktober die Chip-Produktion bei der Tochter Niigata Sanyo Electronic vorübergehend stillgelegt werden musste. In der Folge kündigte Sanyo für das Geschäftsjahr einen Rekord-Verlust von 71 Mrd. Yen an. Im Vorjahr hatte der Konzern 13,4 Mrd. Yen verdient.

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