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30.01.2008

10:15 Uhr

Jahreszahlen

SAP wächst weiter

Das Softwareunternehmen SAP hat trotz der scharfen Konkurrenz durch das US-Unternehmen Oracle im Jahr 2007 bei Gewinn und Umsatz leicht zugelegt, der Weltmarktführer konnte in allen Märkten weiter wachsen. Für 2008 hat der Konzern vor allem den Mittelstand im Visier.

HB WALLDORF. Europas größtes Softwareunternehmen SAP ist trotz scharfer Konkurrenz im Jahr 2007 gewachsen: Der Gewinn legte leicht um 3 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro zu, wie Vorstandssprecher Henning Kagermann am Mittwoch in Walldorf berichtete. Das Vorsteuerergebnis kletterte hingegen um 6 Prozent auf 2,74 Mrd. Euro.

Kagermann sprach von "herausragenden Ergebnissen", die den kontinuierlichen Erfolg im etablierten Geschäftsfeld SAPs widerspiegelten. Der Umsatz stieg den vorläufigen Zahlen zufolge um neun Prozent auf 10,25 Mrd. Euro. Das Unternehmen will auch 2008 zulegen und will mehr in seine Mittelstandssoftware investieren.

Bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen werde im laufenden Jahr ein Wachstum in der Spanne von 24 bis 27 Prozent ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse erwartet. Auf der Ergebnisseite werde mit einer operativen Marge zwischen 27,5 bis 28,0 Prozent gerechnet. Diese sei aber um einmalige Abschreibungen aus dem Kauf von Business Objects bereinigt.

Vorstandssprecher Kagermann sieht SAP durch den milliardenschweren Erwerb des französischen Spezialisten für Analysesoftware gut gewappnet in der Auseinandersetzung mit Konkurrent Oracle. Damit könne in dem speziellen Segment weiteres Wachstum erzielt werden. Europas größtes Softwareunternehmen baute eigenen Angaben zufolge auch seinen Marktanteil weiter aus. Ende 2007 habe er bei 28,4 Prozent gelegen.

Dies entspreche einem Anstieg von vier Prozentpunkten. Im vergangenen Jahr legte das Unternehmen bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen um rund 13 Prozent auf 7,43 Milliarden Euro zu. Die Softwareerlöse stiegen ebenfalls um rund 13 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro, wie Kagermann berichtete.

Das Unternehmen konnte in allen Märkten im vergangenen Jahr wachsen. In der Region Asien verbuchte SAP einen Zuwachs von 19 Prozent im Bereich Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse. Die Region Europa, Nahost und Afrika legte um 13 Prozent zu. Schwächer fiel das US-Geschäft aus. In der Region Amerika betrug das Plus nur 9 Prozent. Das Geschäft litt stark unter Wechselkurseinflüssen.

Im vierten Quartal kaufte SAP Aktien im Wert von 249 Millionen Euro zurück. Im laufenden Jahr will der Weltmarktführer eigene Papiere im Wert von 500 Millionen Euro erwerben.

Der Software-Konzern hat im vergangenen Jahr weltweit 4 663 Beschäftigte neu eingestellt und damit mehr Personal an Bord genommen als geplant. Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen 43 861 Mitarbeiter, wie SAP mitteilte. Die Belegschaft sei damit um zwölf Prozent gewachsen. Ursprünglich wollte SAP 4 000 Stellen schaffen. Mit den neuen Beschäftigten stärkt SAP vor allem seine Abteilungen Forschung und Entwicklung, den Vertrieb sowie den Kundenservice.

SAP-Aktien konnten ebenfalls leicht zulegen, die Papiere profitierten im frühen Handel von dem angekündigten Aktienrücklaufprogramm. SAP-Aktien notierten am vormittag knapp 3 Prozent im Plus.

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