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22.01.2015

18:49 Uhr

Jobportal

Xing kauft Betreiberfirma von Stellen-Suchmaschine

Xing hat die Intelligence Competence Center (Deutschland) AG übernommen. Das soziale Netzwerk zahlt für die Jobsuchmaschine 6,3 Millionen Euro, muss aber möglicherweise noch tiefer in die Tasche greifen.

Xing ist ein soziales Netzwerk für Geschäftsleute. dpa

Xing ist ein soziales Netzwerk für Geschäftsleute.

FrankfurtDas soziale Netzwerk Xing kauft die Betreiberfirma eines Internet-Jobportals. Xing gab am Donnerstag nach Börsenschluss den Kauf der Intelligence Competence Center (Deutschland) AG für zunächst 6,3 Millionen Euro bekannt.

Das Unternehmen mit Sitz in Aschaffenburg betreibe die größte Jobsuchmaschine im deutschsprachigen Raum unter der Adresse „www.jobbörse.com“. Bei Erreichen bestimmter operativer Ziele bis 2016 erhalte der Gründer und Hauptaktionär von Intelligence Competence Center weitere 2,4 Millionen Euro als zusätzlichen Kaufpreis.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Von

rtr

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