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18.12.2013

14:38 Uhr

John Sims

SAP-Manager soll Blackberry in die Spur helfen

John Sims war bei SAP für mobile Services zuständig. Ab Januar wechselt der Topmanager zum Smartphone-Hersteller Blackberry. Auch der neue Blackberry-Chef Chen war früher bei SAP.

Die Wolken über Blackberry sollen sich wieder vollends verziehen. Reuters

Die Wolken über Blackberry sollen sich wieder vollends verziehen.

WaterlooEin Topmanager des deutschen Software-Primus SAP eilt dem angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry zur Hilfe. John Sims, der bei SAP für mobile Services zuständig war, wird ab Januar die wichtige Geschäftskunden-Sparte von Blackberry führen.

Sims werde eine zentrale Rolle bei der Neuaufstellung von Blackberry spielen, erklärte der ebenfalls neue Konzernchef John Chen am späten Dienstag am Sitz im kanadischen Waterloo. Chen hatte zwischenzeitlich selbst für SAP gearbeitet.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Blackberry verliert seit längerem Marktanteile an Konkurrenten wie Apple mit seinem iPhone oder Samsung mit seinen Galaxy-Handys. Im November wurde ein geplanter Verkauf des Unternehmens abgeblasen und der deutsche Firmenchef Thorsten Heins musste gehen. Blackberry setzt nach der Streichung Tausender Stellen vor allem auf Geschäftskunden.

Von

dpa

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