Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2015

21:16 Uhr

Journalismus der Zukunft

Warum wir uns auf Schreibroboter freuen

VonOliver Stock

In der Kommunikation bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Branche, die gesamte Medienlandschaft erfindet sich neu. Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer? Mit Handelsblatt Online in die Zukunft – im neuen Design.

Die Zukunft des Journalismus kennt zahlreiche Darreichungsformen und Inhalte. ap

Die Zukunft des Journalismus kennt zahlreiche Darreichungsformen und Inhalte.

DüsseldorfDie Revolution, Teil eins,  fand im Jahr 1450 statt, als Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfand. Der zweite Teil dieser Revolution begann im Jahr 1969, als zwei Forscher im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums zwei Computer verbanden und so das Internet erfunden haben.

Gutenberg und seine modernen Nachfahren sind Revolutionäre der Kommunikation. Sie haben unsere Welt mehr verändert als Robespierre und James Watt zusammen. Wir alle stecken mitten in der Revolution der Kommunikation. Wohin führt sie? Was ändert sich für Sie, liebe Leserinnen und Leser? Und was für uns Journalisten?

Der Journalist der Zukunft schlägt neue Wege ein, wie er an Informationen kommt. Bisher war er ein Entdecker wie Christoph Kolumbus, der Amerika zufällig gefunden hat. Künftig ist er mehr ein Pfadfinder, einer wie Marco Polo. Einer, der die Wege kennt, um in dem Informationsdschungel das Relevante zu finden. Der Journalist der Zukunft überlässt die einfache Nachricht einem Journalistenroboter, damit er selbst Zeit gewinnt, um die wichtige, die persönliche, die mitreißende Geschichte zu recherchieren.

Ein Beispiel: Als am frühen Morgen des 17. März 2014 die Erde in Los Angeles bebt, dauert es knapp vier Minuten, bis die Bewohner, die aus dem Schlaf geschreckt wurden, auf der Website der Zeitung „LA Times“ die erste Meldung darüber lesen können. Das Besondere an dem kurzen Bericht war nicht sein Inhalt, in Kalifornien wackelt die Erde schließlich öfter, sondern der kleine Hinweis am Ende der Nachricht.

Geldanlage in der Zukunft: Damit das Kapital wieder arbeitet

Geldanlage in der Zukunft

Damit das Kapital wieder arbeitet

Sparbuch & Co. haben ausgedient. Die Deutschen müssen umdenken, um Rendite zu erzielen. Handelsblatt.com startet eine Serie zu Zukunftsthemen – und verändert sich selbst: Am Mittwoch erleben Sie ein neues Design.

Dort, wo sonst meistens der Autorenname oder dessen Kürzel steht. Diesmal stand da: „Dieser Text wurde durch einen Algorithmus verfasst.“ Tatsächlich hatte ein Computer-Algorithmus namens „Quakebot“ die Erdbeben-Meldung automatisch erstellt. Sie ist der Beweis, dass Journalistenroboter in der Lage sind aktuelle Nachrichten aufzuschreiben, die auf Daten beruhen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×