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04.03.2011

10:01 Uhr

Kabel Deutschland

Providence zieht sich weiter zurück

Der Finanzinvestor Providence hat am Freitag 20 Millionen Aktien von Kabel Deutschland verkauft. Das ist die Hälfte der Anteile des ehemaligen Eigentümers von Deutschlands größtem Netzbetreiber.

Die Aktien von Kabel Deutschland sind nach dem Verkauf durch Providence um 4,7 Prozent gefallen. Quelle: dpa

Die Aktien von Kabel Deutschland sind nach dem Verkauf durch Providence um 4,7 Prozent gefallen.

Frankfurt

Der Kabel-Deutschland Cable Holding-Großaktionär hat seinen Anteil am Kabelbetreiber weiter reduziert und sich von der Hälfte seiner Anteile getrennt. 20 Millionen Kabel-Deutschland-Aktien seien am Morgen bei institutionellen Investoren platziert worden, teilte Kabel Deutschland (KD) am Freitag mit. Dadurch schrumpfte der Anteil von 45 auf rund 22 Prozent. Der Preis habe bei 38 Euro je Aktie gelegen. Der Erlös liegt damit bei 760 Millionen Euro.

An der Börse kam die Verkaufsnachricht nicht gut an. Am Vormittag sank der Kurs um 4,20 Prozent auf 37,84 Euro.

Zwar sei angesichts zuletzt aufgetauchter Gerüchte mit einem kurzfristigen Verkauf von Aktien zu rechnen gewesen, sagte Analyst Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Doch niemand habe den genauen Zeitpunkt gekannt.

Mit der Platzierung sind nun 70 Millionen Aktien oder rund 78 Prozent der gesamten 90 Millionen Kabel-Deutschland-Aktien im Streubesitz. Der könnte sich in drei Monaten noch vergrößern: Die Cable Holding hat sich für diesen Zeitraum eine Haltefrist für die restlichen Aktien auferlegt. Bis dahin dürfte die Holding der größte Anteilseigner des MDax-Unternehmens bleiben.

Cable Holding gehört zum Finanzinvestor Providence. Erst Ende September hatte dieser 15 Millionen Aktien zu einem Preis von 27,50 Euro je Aktie verkauft. Kabel Deutschland ging vor knapp einem Jahr an die Börse und spielte dabei etwa 760 Millionen Euro ein.

Providence hatte zusammen mit anderen Investoren KD 2003 von der Deutschen Telekom übernommen. KD versorgt in Deutschland rund 8,8 Millionen Haushalte und will vor allem mit sogenannten Triple-Play-Diensten wachsen, einem Paket-Angebot aus Fernsehen und Radio, schnellen Internetanschlüssen und Telefonie über das Fernsehkabel.

Von

rtr

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