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11.01.2011

11:33 Uhr

Kabelkonzern

Primacom geht wieder auf Kundenfang

VonHans-Peter Siebenhaar

Der Kabelkonzern Primacom hat seine finanzielle Sanierung abgeschlossen und geht wieder auf Kundenfang. Die Kabelfirma hat ein halbes Jahr nach ihrer Pleite wieder ehrgeizige Ziele: Die Zahl der Kunden soll in den nächsten vier Jahren um ein Fünftel steigen.

Primacom ist nach der Pleite wieder auf Kundenfang. ap

Primacom ist nach der Pleite wieder auf Kundenfang.

DÜSSELDORF. Der Kabelnetzbetreiber Primacom geht nach seiner finanziellen Sanierung wieder auf Kundenfang. "Wir werden mehr als 30 Millionen Euro dieses Jahr in den Netzausbau stecken", sagte Primacom-Chef Michael Dorn gestern dem Handelsblatt. Außerdem werden die Werbeausgaben um 70 Prozent erhöht werden.

Die Kabelfirma hat ein halbes Jahr nach ihrer Pleite wieder ehrgeizige Ziele. "Wir wollen die Zahl der Kunden in den nächsten vier Jahren um ein Fünftel steigern", sagte Dorn. Der Primacom-Chef erwartet für dieses Jahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 43 Millionen wie bereits im Vorjahr. Der Umsatz solle leicht steigen. Vergangenes Jahr erzielte das Unternehmen Erlöse von rund 110 Millionen Euro.

Rund sechs Monate nach der Pleite ist das Insolvenzverfahren abgeschlossen, die Kabelfirma erfolgreich saniert. Die Gläubiger haben sich darauf geeinigt, in das Leipziger Unternehmen für die nächsten vier Jahre knapp 100 Millionen Euro zu investieren. Davon sollen 60 Millionen in den Netzausbau in den nächsten Jahren fließen. Zu den Gläubigern zählen die Finanzinvestoren Alcentra, Avenue Capital Group, Tennenbaum Capital Partners und die niederländische Bank ING, die Primacom über ihre gemeinsame Firma Perseus kontrollieren.

Außerdem erhält Primacom noch 30 Millionen an Cash. Die Investoren entschulden auch das Unternehmen. Nach der finanziellen Restrukturierung beläuft sich der Schuldenstand auf 195 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten sollen in den nächsten dreieinhalb Jahren auf 60 Millionen Euro sinken.

Kommentare (3)

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Realist

11.01.2011, 16:03 Uhr

Primacom arbeitet auf Kosten der Kunden mit schmutzigen Tricks. Primacom verspricht HD Empfang welcher nur mit zusätzlichen Kosten für ein Primacomempfangsgerät möglich ist. Dadurch wird der ion der Webung angegebene Preis für einen einfachen Kabelempfang um ca. 30% erhöht. Das steht Alles dann im Kleingedruckten ( mit der Lupe lesen ).
Der Grund ist in 2 verscxhiedenen Verschlüsselungssystemen zu sehen, welche den Preis nach oben treiben. Seriösität sieht anders aus.

Michael

11.01.2011, 18:56 Uhr

Hallo,
leider haben die Kurssprünge an der börse (hier ist der leere, alte Mantel ohne operatives Geschäft gelistet) nichts mit dem sonstigen Artikel und der Refinanzierung des operativen Geschäfts zu tun.
ich hätte vom Handelsblatt erwartet, dass wenigstens hier besser differenziert wird!
Gruß,
Michael b.

Peter Kroll

16.01.2011, 15:50 Uhr

Hallo,
Primacom bietet einen HD-Festplatten-Receiver mit dem Prädikat "Hochwertig und benutzerfreundlich" an (Preis 399 €)
in der Realität ist dieses Gerät minderwertig und in der bedienung benutzerfeindlich.Mehrere Softwareupdates führten bisher zu keinem besseren Ergebnis.
Alle Fehler bzw. fehlenden Funktionen hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
Also auch Kundenfang mit schmutzigen Tricks.
Genaue Angaben auf Anfrage möglich.

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