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03.08.2011

14:13 Uhr

Kampf mit iPhone

Blackberry überrascht mit neuen Modellen

Das neue iPhone von Apple soll erst im Herbst erscheinen. Damit ist RIM klar im Vorteil - denn der Konkurrent wartet schon vorher mit fünf neuen Smartphones auf. Das Modellfeuerwerk soll den Rückgang stoppen.

Die neuen Geräte sind allesamt mit Touchscreen-Displays ausgestattet. Quelle: Reuters

Die neuen Geräte sind allesamt mit Touchscreen-Displays ausgestattet.

WaterlooWährend Apple seine Fans weiter auf das neue iPhone warten lässt, überrascht der Rivale Research in Motion (RIM) mit gleich fünf neuen Modellen. „Das ist die größte weltweite Markteinführung von Blackberry-Smartphones aller Zeiten“, sagte Co-Konzernchef Mike Lazaridis am Mittwoch am Firmensitz im kanadischen Waterloo.

RIM setzt bei den Geräten auf die beliebten Touchscreen-Displays. Auch zwei neue Modelle der Klassiker-Baureihe Bold werden mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgestattet, sie behalten aber gleichzeitig ihre bekannte Tastatur. Hinzu kommen drei neue Torch-Modelle, zweimal mit reinem Touchscreen-Display, einmal zusätzlich mit ausschiebbarer Tastatur.

RIM hatte den Trend zu Touchscreens lange verschlafen, während Apple mit seinem iPhone stetig neue Kunden gewann. Als weiterer großer Konkurrent sind die Android-Smartphones aufgetaucht. Der Marktforscher IDC rechnet bislang damit, dass der Marktanteil von Blackberrys weiter fällt von in diesem Jahr noch 14,2 Prozent auf 13,4 Prozent im Jahr 2015.

Das Modellfeuerwerk soll den Rückgang stoppen. Allerdings werden auch die jetzt vorgestellten Geräte von dem in die Jahre gekommenen Blackberry-Betriebssystem angetrieben. RIM verspricht aber Detailverbesserungen wie ein schnelleres Surfen im Web. Spätere Modellgenerationen sollen einmal vom leistungsfähigeren Betriebssystem QNX angetrieben werden.

Die fünf neuen Blackberrys kommen ab Ende August in den Handel. Damit besitzt RIM gegenüber Apple einen Zeitvorteil: Mit dem iPhone fünf wird erst im Herbst gerechnet. Für viele Mitarbeiter von RIM ist es dennoch zu spät: Beim Smartphone-Pionier müssen angesichts der Probleme 2000 Leute gehen - damit fällt jede zehnte Stelle weg.

Von

dpa

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