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24.04.2012

21:58 Uhr

Kampf um Markenname

Rückschlag für Apple in China

Im Kampf um den Markennamen „iPad“ musste Apple in China einen Dämpfer hinnehmen. Im Streit um die Rechte am Namen des Tablet-Computers stellte sich die chinesische Regierung hinter Shenzhen Proview.

In China kämpft Apple um den Markennamen „iPad“. Reuters

In China kämpft Apple um den Markennamen „iPad“.

ShanghaiApple hat im Kampf um den Markennamen iPad in China einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Regierung in Peking stellte sich in ihrer ersten öffentlichen Äußerung in dem Fall auf die Seite des chinesische Unternehmen Proview Technology - auch bekannt als Shenzhen.

„Nach den Bestimmungen des chinesischen Markenrechts ist derzeit Shenzhen Proview der rechtmäßige Besitzer des Markennamens iPad“, sagte der Vize-Direktor der Verwaltung für Industrie und Handel. Seine Äußerungen könnten einen Hinweis auf den Ausgang des Gerichtsverfahrens um den Namen für den erfolgreichen Tablet-Computer geben.

Proview strebt nach früheren Angaben aber eine außergerichtliche Einigung an. Branchenexperten könnte das Unternehmen mit einer Entschädigungszahlung von Apple seinen Schuldenberg abtragen. Ein Proview-Anwalt sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, beide Seiten verhandelten noch immer über eine Lösung des Streits.

Proview beansprucht die Rechte an dem Namen des Tablet-Computers für sich. Apple betont, es habe die weltweiten Nutzungsrechte Proview vor Jahren abgekauft. Laut Proview ist das Geschäft aber nur mit einer Proview-Tochter abgeschlossen worden, weswegen China von der Regelung ausgeschlossen sei. Bei einer Niederlage droht Apple ein Verkaufsverbot in China.

Mit Spannung warten die Anleger auf die Quartalsbilanz des nach Börsenwert weltgrößten Konzerns, der mit iPod, iPhone und iPad die Branche revolutionierte. Zuletzt wuchsen aber die Zweifel, ob Apple nach dem Tod des langjährigen Konzernlenkers Steve Jobs auch mit der nächsten Neuvorstellung eine solch bahnbrechende Vorreiterrolle einnehmen wird.

Zudem machen dem Unternehmen zahlreiche Patentstreitigkeiten rund um den Globus und die wachsende Konkurrenz von Googles Betriebssystem Android bei mobilen Geräten zu schaffen. Die in diesem Jahr bereits um 60 Prozent auf ein Allzeit-Hoch von 644 Dollar in die Höhe geschossene Aktie hat seit einiger Zeit den Rückwärtsgang eingelegt. Am Dienstag gab sie 2,7 Prozent auf 555 Dollar nach.

Viele Experten gehen davon aus, dass eine Kurskorrektur überfällig ist. Das geringste Anzeichen von Problemen in der Bilanz könnte daher zu Gewinnmitnahmen führen. „Jede Enttäuschung könnte kurzfristig zu einem erheblichen Ausverkauf führen“, sagte Channing Smith von Capital Advisors Growth Fund.

Von

rtr

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