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16.03.2006

20:48 Uhr

Kampfansage am IBM

Microsoft startet 500-Millionen-Dollar-Kampagne

Microsoft setzt zur Attacke gegen IBM an: Mit einer 500 Mio. Dollar schweren Marketingstrategie will das Unternehmen seinem Konkurrenten kräftig Kunden abringen. Die neue Anzeigen- und Verkaufskampagne werde sich unter anderem auf Software etwa für die Kundenverwaltung und den mobilen Geschäftseinsatz konzentrieren.

HB NEW YORK. Dies kündigte Microsoft-Chef Steve Ballmer auf einer Konferenz am Donnerstag in New York an. Vor allem in den Märkten für Unternehmenssoftware sei der IT-Dienstleister der größte Rivale. „Der Konkurrent, den wir täglich sehen, ist IBM“, sagte Microsoft-Manager Chris Capossela.

Um den derzeit ausgebremsten Umsatz wieder in Schwung zu bringen will der Softwarekonzern potenzielle Kunden davon überzeugen, dass seine Software günstiger und produktiver einsetzbar ist als die der Konkurrenz. „IBM wird sagen, wir haben dieses phänomenale Team von Beratern“, sagte Ballmer. „Unsere Antwort ist, wir haben Werkzeuge, mit denen Eure Leute besser ihren Job erledigen können“. Es gehe dabei nicht um einzelne Projekte, sondern um die Möglichkeit, jede Minute und jeden Tag effektiver arbeiten zu können.

Unter dem Motto „Bereit für den Erfolg“ („People Ready Business“) will Microsoft mit einer Serie neuer Software-Lösungen Unternehmen von seinen Produkten überzeugen. Die Palette umfasst auch neue Werkzeuge für die Suche in Unternehmensnetzwerken und vereinheitlichte Kommunikationslösungen. „Wir glauben sehr stark an die Magie von Software, nicht an die Magie von Outsourcing“, spöttelte Capossela bereits Anfang der Woche mit Blick auf den Rivalen.

Derzeit sieht sich der weltgrößte Softwarekonzern mit Google im Internet-Markt, Apple Computer im Onlinemusik-Markt oder Sony im Videokonsolen-Markt an allen wichtigen Fronten starker Konkurrenz ausgesetzt. Mit IBM konkurriert der Redmonder Riese bei Software etwa für Datenbanken, E-Mail-Server, für den Arbeitsplatz-Einsatz oder der Verwaltung und den Zugriff auf Datenbestände in den Unternehmen.

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