Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2014

09:49 Uhr

Karriere-Netzwerk

Xing erhöht Dividende für seine Aktionäre

Das Online-Netzwerk Xing schüttet sein Füllhorn über den Aktionären aus. Zuletzt hatte der Überschuss um 15 Prozent zugenommen. Die Wachstumsstrategie des Vorstands bleibt bestehen.

Anteilseigner am sozialen Netzwerk Xing profitieren von ihrem Geschäft. dpa

Anteilseigner am sozialen Netzwerk Xing profitieren von ihrem Geschäft.

MünchenDas boomende Karriere-Netzwerk Xing schlachtet für den Haupteigner Burda und die übrigen Aktionäre sein Sparschwein. Das Unternehmen will seine Dividende kräftig anheben und insgesamt mehr als das Doppelte dessen ausschütten, was im vergangenen Jahr an Gewinn erwirtschaftet wurde. Der Überschuss legte nach Firmenangaben vom Dienstag um 15 Prozent auf 10,5 Millionen Euro zu, die Aktionäre sollen 23,4 Millionen Euro bekommen. Der Medien- und Online-Konzern Burda hält 52 Prozent der Anteile.

Wegen ausreichend flüssiger Mittel könne Xing die Zahlung stemmen, ohne seine Wachstumsstrategie zu verändern, erklärte Vorstandschef Thomas Vollmoeller. Neben einer Dividendenerhöhung auf 62 Cent je Aktie von 56 Cent im Vorjahr ist eine Sonderzahlung von 3,58 Euro je Anteilsschein geplant.

Deutsche Startups

Neue Gründerzeit

Manch einer spricht von einer neuen Gründerzeit: Immer mehr Start-ups versuchen in Berlin ihr Glück. Aber auch in anderen Teilen des Landes gibt es erfolgreiche IT-Unternehmen. Einige sind bereits über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt geworden. Ein Überblick.

Researchgate

Researchgate ist ein Online-Netzwerk für Wissenschaftler. Dort tummeln sich Biologen, Chemiker aber auch Philosophen. Die Idee: Forscher sollen sich inhaltlich austauschen und Kontakte knüpfen können. Der studierte Virologie Ijad Madisch gründete die Firme mit zwei Freunden. Längst sind Investoren aus den USA aufmerksam geworden – darunter Microsoft-Gründer Bill Gates: Er steckte im Juni 2013 gemeinsam mit Tenaya Capital 35 Millionen Euro in Researchgate.

Wooga

Der Spiele-Anbieter Wooga profitierte in seinen Anfangsjahren vom Boom der Sozialen Netzwerke: Immer mehr Nutzer verbrachten immer mehr Zeit bei StudiVZ, Facebook und Co – und begeisterten sich für Spiele wie „Monster World“, die das Berliner Start-up dort anbot. Inzwischen steckt Wooga mehr Anstrengungen in die Apps für mobile Geräte. Weltweit verzeichnet die Firma monatlich 50 Millionen Nutzer.

Bigpoint

Kein klassisches Start-up mehr ist Bigpoint: Heiko Hubertz gründete die Firma bereits 2002. Sie bietet Spiele wie „Drakensang Online“ und „Farmerana“ an, sowohl eigene Entwicklungen wie auch die anderer Hersteller. Die mehr als 300 Millionen registrierten Nutzer können grundsätzlich kostenlos spielen, zahlen aber für Extras. 2012 war allerdings ein schwieriges Jahr: Weil sich das Geschäft schlechter entwickelte als erwartet, strich das Unternehmen 120 Stellen und schloss das Studio in San Francisco. Dieses Jahr will Bigpoint wieder wachsen.

Soundcloud

Der schwedische Unternehmer Alexander Ljung hat sich bewusst für den Standort Deutschland entschieden: Er gründete seine Firma Soundcloud in der Hauptstadt. Sie bietet eine Plattform an, auf die Nutzer eigene Audioproduktionen hochladen können und mit anderen teilen können. Monatlich nutzen 250 Millionen Menschen den Dienst.

6Wunderkinder

Das Start-up 6Wunderkinder entwickelt eine Anwendung, mit der Nutzer ihren Alltag wie auch ihre Arbeit organisieren können sollen. Die Basisversion ist kostenlos, die Team-Version kostet eine monatliche Gebühr. Bislang hat das Unternehmen nur sechs Millionen Nutzer, aber eine Partnerschaft mit dem bekannten Kapitalgeber Sequoia Capital rückt das junge Unternehmen ins Rampenlicht.

Zalando

Hinter dem Online-Modehändler Zalando stehen die Samwer-Brüder, die sich als Seriengründer von Internet-Unternehmen einen Namen gemacht haben. Der Umsatz ist seit der Gründung 2008 rasant auf 1,15 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gewachsen, allerdings arbeitet der Händler nicht profitabel. Internationale Investoren, darunter die deutsche Tengelmann-Gruppe und ein kanadischer Rentenfonds, finanzieren die internationale Expansion.

Dank kräftigen Wachstums vor allem mit Angeboten für Arbeitgeber zur Mitarbeitersuche stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 85 Millionen Euro. Operativ steigerte Xing den Gewinn (Ebitda) um elf Prozent auf 24 Millionen Euro.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Consultant

25.02.2014, 15:51 Uhr

Wunderbar für die Anleger. Steigende Zahlen in allen Bereichen. Obwohl, ganz kann das nicht stimmen. Wenn man die (Er-) Neuerungen auf XING verfolgt scheint sich das Unternehmen eher auf neue Mitglieder zu fokussieren, denn dem Bestandskunden entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen. Langjährige, zahlende Mitglieder werden durch Neuerungen verärgert. Neuster Clou ist die Umgestaltung der Gruppen. Wertvolles Fachwissen wird hier demnächst einfach negiert um dem Wunsch der mobilen Userschaft (Tablet und Smartphone Anteil ca.30%) nach einem „Business-Facebook“ zu entsprechen. Man scheint in Kauf zu nehmen, wichtige, treue zahlende Leistungsträger zu verlieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×