Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.03.2014

10:06 Uhr

Karriere-Netzwerk

Xing muss Jahresgewinn nach unten korrigieren

1,5 Millionen Euro weniger Gewinn: Das Karriere-Netzwerk Xing muss seine Bilanz für 2013 korrigieren. Eine Übernahme wird anders bilanziert als gedacht. Für Aktionäre hat das aber keine Konsequenzen.

Das Karriere-Netzwerk Xing hat 2013 weniger verdient als gedacht. dpa

Das Karriere-Netzwerk Xing hat 2013 weniger verdient als gedacht.

HamburgDas Karriere-Netzwerk Xing hat im vergangenen Jahr weniger verdient als zunächst gedacht. Wegen einer Änderung in der Bilanzierung gibt es rund 9,1 Millionen Euro Gewinn statt der Ende Februar vermeldeten 10,5 Millionen Euro, wie Xing am Donnerstagabend mitteilte.

Die Abweichung gehe darauf zurück, dass die nachgelagerten Zahlungsverpflichtungen aus der Übernahme des Bewertungsportals Kununu nicht mehr als Bestandteil des Kaufpreises, sondern als Personalaufwand verbucht wurden. „Unser Abschlussprüfer hat leider unmittelbar vor Genehmigung des Jahresabschlusses seine bisherige Einschätzung in einer wichtigen Frage geändert“, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller Handelsblatt Online. Am wachsenden Umsatz ändere sich aber nichts. Der Erlös lag 2013 bei 84,8 Millionen Euro, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Da die Änderung auch keine Auswirkungen auf Liquidität und Zahlungsfluss habe, hält das Business-Netzwerk an der angekündigten Dividendenanhebung und der Sonderausschüttung fest.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Bei Kununu können Arbeitnehmer und Bewerber Arbeitgeber bewerten. Xing hatte das österreichische Unternehmen Anfang 2013 für zunächst 3,6 Millionen Euro übernommen, bei Erfüllung bestimmter Ziele können bis Februar 2015 weitere Zahlungen in Höhe von 5,8 Millionen Euro hinzukommen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×