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29.02.2012

20:30 Uhr

Karriere-Netzwerk

Xing schreibt Auslandstöchter ab

Das Karriere-Netzwerk trennt sich von seinen Töchtern in Spanien und der Türkei und konzentriert sich künftig auf den deutschsprachigen Raum. Dort will Xing in den nächsten Jahren die Mitgliederanzahl verdoppeln.

Die Webseite des Internetportals Xing. dpa

Die Webseite des Internetportals Xing.

FrankfurtDas Karriere-Netzwerk Xing ist wegen der Aufgabe seiner Töchter in Spanien und der Türkei in die roten Zahlen gerutscht. Künftig werde sich das Unternehmen auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren, teilte Xing am Mittwoch in Hamburg mit. Die Auftritte in beiden Ländern wurden komplett abgeschrieben, sollen vorerst allerdings nicht aus dem Netz genommen werden. Wegen der Wertberichtigungen in Höhe von 14,4 Millionen Euro fiel 2011 nach vorläufigen Zahlen ein Konzernverlust von 4,6 Millionen Euro an.

Dennoch sprach Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck von einem guten Jahr. Der Umsatz kletterte 2011 um 22 Prozent auf 66,2 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebitda) stieg um ein Drittel auf 22,2 Millionen Euro. Kräftige Zuwächse verbuchte das Netzwerk mit Stellenanzeigen von Unternehmen und anderen Formen des so genannten E-Recruiting. Auch das Werbe-Geschäft legte deutlich zu. Erstmals will Xing auch eine Dividende zahlen. Die Aktionäre sollen insgesamt drei Millionen Euro oder rund 56 Cent je Aktie erhalten.

Xing konkurriert mit Internet-Kontaktbörsen wie Facebook, ist aber auf berufliche Kontakte spezialisiert. Im vergangenen Jahr hat Xing nach eigenen Angaben 800.000 neue Mitglieder gewonnen - 76.000 mehr als im Vorjahr. „Wir sehen das Potenzial, die Anzahl unserer Mitglieder im deutschsprachigen Raum in den kommenden Jahren zu verdoppeln“, sagte Groß-Selbeck. Ende 2011 zählte Xing 5,3 (Vorjahr: 4,5) Millionen Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Seinen endgültigen Geschäftsbericht will Xing am 29. März veröffentlichen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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oliverg

01.03.2012, 10:02 Uhr

XING konkurriert mit Facebook? Das ist ein bisschen, als wenn man sagt, ein Skigebiet konkurriere mit einem Tagungshotel.

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