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06.08.2014

15:23 Uhr

Karrierenetzwerk

Xing verdient prächtig an neuen Angeboten

Xing wächst wieder: Das Karrierenetzwerk hat im vergangenen Jahr neue kostenpflichtige Angebote für Berufstätige und Arbeitgeber eingeführt. Diese Investionen zahlen sich jetzt aus.

Das Logo von Xing auf einem Smartphone: Das Karrierenetzwerk will mit der kostenpflichtigen Jobsuche Geld verdienen. dpa

Das Logo von Xing auf einem Smartphone: Das Karrierenetzwerk will mit der kostenpflichtigen Jobsuche Geld verdienen.

MünchenDank neuer kostenpflichtiger Angebote für Berufstätige und Arbeitgeber lässt das Karrierenetzwerk Xing die Gewinndelle vom Jahresbeginn hinter sich. Der Überschuss legte im zweiten Quartal trotz Belastungen durch eine Firmenübernahme um drei Prozent auf 2,8 Millionen Euro zu, wie die Tochter des Medien- und Onlinekonzerns Burda am Mittwoch mitteilte. Operativ schoss das Ergebnis (Ebitda) vor Sonderlasten sogar um 20 Prozent auf sieben Millionen Euro in die Höhe. „Die komplette Erneuerung des Angebots für Premiumkunden Ende vergangenen Jahres trägt weiter Früchte“, bilanzierte der Vorstand unter Thomas Vollmoeller.

Damit war Xing für Anleger der größte Lichtblick im Technologieindex TecDax. Die Aktie legte gegen den Markttrend um 4,6 Prozent zu.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Kosten infolge der Übernahme des Arbeitgeber-Bewertungsportals Kununu im vergangenen Jahr drücken Xing nun nicht mehr so stark wie noch bis Ende März. Das Unternehmen muss einen erfolgsabhängigem Nachschlag an die Verkäufer fortlaufend als Gewinnbelastung verbuchen – anders als den festen Kaufpreisbestandteil. Eine teure TV-Werbekampagne hatte Xing im ersten Quartal ebenfalls belastet. Durch wachsenden Zuspruch der Nutzer sieht sich Xing nun zunehmend entschädigt. Die Mitgliederzahl im deutschsprachigen Kernmarkt legte im Quartalsverlauf um drei Prozent auf 7,4 Millionen zu.

Von

rtr

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