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05.11.2015

18:56 Uhr

Karrierenetzwerk

Xing wächst trotz Gewinnrückgang deutlich

Umsatz gewachsen, Gewinn gesunken – das Karrierenetzwerk Xing hat wegen der Kosten für neue Angebote weniger verdient. Dafür wuchs der Internetanbieter in allen Segmenten; die Nutzerzahlen wurden mehr als verdoppelt.

Das Karrierenetzwerk hat wegen der Kosten für Investitionen weniger verdient – wuchs dafür aber deutlich. dpa

Xing

Das Karrierenetzwerk hat wegen der Kosten für Investitionen weniger verdient – wuchs dafür aber deutlich.

DüsseldorfKosten für neue Angebote haben dem Karrierenetzwerk Xing im dritten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Trotz eines Rekordkundenzulaufs und der steigenden Beliebtheit seiner kostenpflichtigen Angebote sank der operative Gewinn (Ebitda) auf 9,3 Millionen Euro von 9,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Internetportalbetreiber am Donnerstag mitteilte.

Unter dem Strich sank das Ergebnis von 5,4 Millionen auf 4,6 Millionen Euro. Damit fiel es etwas schwächer aus als Analysten im Schnitt mit 4,8 Millionen Euro erwartet hatten. Xing hatte mit einer umfangreichen Kampagne für seinen neuen Stellenmarkt geworben.

Der Umsatz wuchs im dritten Quartal um 17 Prozent auf 30,5 Millionen Euro. Dazu trugen alle Segmente bei. Das Angebot für sogenannte Premium-Mitglieder, die regelmäßig Gebühren zahlen, schloss mit einem Plus von 18 Prozent auf 18,5 Millionen Euro an die starken Vorquartale an.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Die Zahl der zahlenden Premium-Mitglieder stieg demnach binnen eines Jahres um 36 000 auf 869 000. Dieses Wachstum liege „über dem, was wir für dieses Jahr geplant haben“, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller. Bei den Neuerungen im kommenden Jahr sollen mobile Anwendungen im Mittelpunkt stehen. Die Nutzung von Xing verlagere sich stärker auf Smartphones und Tablets, der Mobil-Anteil liege inzwischen über 50 Prozent.

Von

rtr

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