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13.10.2014

13:27 Uhr

Karrierenetzwerk

Xing will von Jobsuche profitieren

Xing will weiter wachsen: Das Karrierenetzwerk hat im vergangenen Jahr neue kostenpflichtige Angebote für Berufstätige und Arbeitgeber eingeführt. Die Jobsuche soll den Umsatz in den kommenden Jahren fast verdoppeln.

Das Logo von Xing auf einem Smartphone: Das Karrierenetzwerk will mit der kostenpflichtigen Jobsuche Geld verdienen. dpa

Das Logo von Xing auf einem Smartphone: Das Karrierenetzwerk will mit der kostenpflichtigen Jobsuche Geld verdienen.

HamburgDas Karriernetzwerk Xing setzt mit einem neuen Bezahlangebot stärker auf die Jobsuche als Einnahmequelle. Bei dem Xing-Service „ProJobs“ können zusätzliche Informationen eingegeben werden, die nur für Personalmanager und Headhunter sichtbar sind. Das können etwa Gehaltsvorstellungen oder gewünschte Arbeitszeiten sein - aber auch Unterlagen wie Referenzschreiben.

Außerdem soll es eine Reihe von Jobangeboten ab 50 000 Euro Jahresgehalt geben, die nur für „ProJobs“-Nutzer sichtbar sein wird.

Alles rund um Xing

Kontaktbörse für Geschäftsleute

Gründer Lars Hinrichs ging es darum, einen Treffpunkt für Geschäftsleute zu schaffen – jenseits von Golfplätzen und Konferenzen. Anfangs hieß das Netzwerk noch Open Business Club oder kurz OpenBC.

Aus OpenBC wird Xing

Ende 2006, das Netzwerk hatte bereits 1,5 Millionen Mitglieder, benannte sich OpenBC in Xing um. Das sollte internationalen Nutzern die Aussprache erleichtern.

Gelistet im TecDax

Im Dezember 2006 ging Xing an die Börse, knapp fünf Jahre später gelang dem Unternehmen ein Karrieresprung: Im September 2015 stieg es in den TecDax auf, also den Index der 30 größten Technologiewerte.

Burda übernimmt die Regie

Der Medienkonzern Burda („Focus“) übernahm 2012 die Mehrheit der Xing-Aktien. Das soziale Netzwerk agiert aber weiter selbständig.

Konkurrent Linkedin holt auf

In den deutschsprachigen Ländern ist Xing eindeutig das wichtigste berufliche Online-Netzwerk. Konkurrent Linkedin setzt einiges daran, den Abstand zu verringern. Die Nutzerzahlen des US-Unternehmens sind deutlich gestiegen, allerdings ist Xing weiterhin mit Abstand die Nummer 1.

Geschäft mit Gebühren

2016 lag der Jahresumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Der Großteil der Xing-Einnahmen stammt aus dem Geschäft mit dem E-Recruiting.

Das Karriere-Netzwerk habe für das neue Angebot die Wünsche von Jobsuchenden mit Studien ausgewertet, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller. „ProJobs“ kostet 24,95 Euro im Monat inklusive der dafür erforderlichen Premium-Mitgliedschaft. Xing will den Umsatz zum Jahr 2016 auf 150 Millionen Euro steigern. Im vergangenen Jahr lagen die Erlöse bei 85 Millionen Euro.

Von

dpa

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