Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.04.2014

16:39 Uhr

Kartendienst Maps

Google behebt peinliche Panne

Wer bei Google Maps nach „Asylheim“ und „Chemnitz“ suchte, bekam die Adresse der NPD-Landesgeschäftsstelle angezeigt. Diesen peinlichen Fehler hat Google nun behoben. Über die Ursache der Panne wird gerätselt.

Google Maps auf einem Smartphone. Der peinliche Fehler könnte auf den Algorithmus zurückzuführen sein. AFP

Google Maps auf einem Smartphone. Der peinliche Fehler könnte auf den Algorithmus zurückzuführen sein.

ChemnitzDer Suchmaschinenbetreiber Google hat in seinem Kartendienst eine peinliche Panne ausgebügelt. Die in Chemnitz erscheinende „Freie Presse“ war darauf gestoßen, dass nach Eingabe der Begriffe „Asylheim“ und „Chemnitz“ im Suchfeld von Google Maps als Ergebnis die Landesgeschäftsstelle der rechtsextremen NPD in Riesa angezeigt wurde.

Ein Google-Sprecher teilte nun mit, dass der Fehler behoben sei. Wer jetzt die beiden Suchbegriffe eingibt, bekommt die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Chemnitz als Ergebnis.

Die Einkaufsliste von Google

DeepMind

Die neueste Errungenschaft von Google ist das britische Start-up DeepMind, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Schon seit langem wurde spekuliert, Google könnte zu Methoden der künstlichen Intelligenz greifen, um große Datenbestände besser auszuwerten. Im Januar 2014 hat der Konzern dann zugegriffen.

Motorola

Im Sommer 2011 kaufte Google für 12,5 Milliarden Dollar den Handy-Hersteller Motorola. Es war die erste große Transaktion, um Google auch im Hardware-Geschäft zu etablieren. Nach weniger als zwei Jahren stieß der Konzern das Geschäft aber wieder ab und verkaufte es an den chinesischen Elektronikhersteller Lenovo. Die meisten Patente zum Schutz seines Betriebssystems Android behielt Google indes.

Nest

Erst 2011 ging das Start-up Nest an den Start, überzeugte aber mit seinen elektronischen Haushaltsprodukten wie Thermostaten oder Rauchmeldern. Anfang 2014 schlug Google zu und verleibte sich die Firma für 3,2 Milliarden Dollar ein.

Doubleclick

Im Online-Werbemarkt ist Google ein Gigant. Um die eigene Position zu festigen, griff der Konzern im Jahr 2007 zu und kaufte für 3,1 Milliarden Dollar den Vermarktungsspezialisten Doubleclick.

YouTube

Für damals abenteuerlich erscheinende 1,65 Milliarden Dollar kaufte Google im Oktober 2006 die Online-Videoplattform YouTube. Seit Jahren ist es eine erfolgreiche Plattform zum Vertrieb von Video-Anzeigen.

Waze

Fast eine Milliarde Dollar war Google im Sommer 2013 der israelische Spezialist für Navigationssoftware Waze wert. Mit der Software können von unterwegs in Echtzeit Informationen über Verkehrsstörungen übertragen werden.

Android

Ein Beispiel für einen kleineren Zukauf mit großen folgen, war die Akquisition der Firma Android im August 2005 – für geschätzte 50 Millionen Dollar. Der Name setzte sich durch und wurde zum heute allgegenwätigen Google-Betriebssytem für mobile Geräte.

Zagat

Einer der bekanntesten Herausgeber von Restaurantführern kam im Herbst 2011 unter die Google-Fittiche. Für etwa 150 Millionen Dollar kaufte Google Zagat, eine Firma, die Nutzerkritiken zu Restaurant und Geschäften sammelte und aufbereitete. Die Informationen flossen in den Kartendienst Google Maps ein.

Boston Dynamics

Der Roboter-Hersteller sorgte im Internet für Aufsehen mit einem Roboter, der sich wie eine Katze fortbewegt – und das in respektabler Geschwindigkeit und mit großer Wendigkeit. Seit Ende 2013 gehört das Unternehmen zu Google. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Skybox Imaging

Google stärkt im Juni 2014 seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar.

Der Chaos Computer Club Dresden vermutete dem Zeitungsbericht zufolge, dass der für die Suche im Netz verwendete Algorithmus für den Fehler verantwortlich gewesen sein könnte. Wenn die Rechtsextremen die Begriffe häufig in Kombination verwendeten, habe die Suchmaschine vermutet, dass alle drei zusammengehörten.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×