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06.10.2014

18:07 Uhr

Kauf abgeschlossen

WhatsApp gehört jetzt zu Facebook

Die Übernahme ist abgeschlossen, der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp gehört jetzt offiziell zu Facebook. Da die Facebook-Aktie mittlerweile ordentlich zugelegt hat, ist der Deal deutlich mehr wert als zunächst angenommen.

WhatsApp gehört nun offiziell zu Facebook. dpa

WhatsApp gehört nun offiziell zu Facebook.

Menlo ParkDer Kurzmitteilungsdienst WhatsApp mit mehr als 600 Millionen Nutzern gehört jetzt offiziell zu Facebook. Das weltgrößte Online-Netzwerk gab den Abschluss der Übernahme am Montag bekannt. Der Deal ist zum aktuellen Aktienpreis rund 21,8 Milliarden Dollar (rund 17,4 Mrd Euro) wert.

Bei der Ankündigung der Übernahme im Februar war noch von bis zu 19 Milliarden Dollar die Rede. Doch seitdem ist der Kurs der Facebook-Aktie gestiegen. Daher sind die 223,7 Millionen Facebook-Aktien, die an Besitzer und Mitarbeiter von WhatsApp gehen, mehr wert. In bar fließen an die früheren WhatsApp-Eigentümer 4,59 Milliarden Dollar.

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Facebook hatte wiederholt zugesichert, WhatsApp werde weiterhin unabhängig arbeiten. Die Daten der beiden Dienste sollen nicht vermischt werden. WhatsApp betont, möglichst wenig Daten über seine Nutzer zu sammeln, während Facebook davon lebt, Werbepartnern gezielten Zugang zu gewünschten Nutzergruppen zu gewähren.

Der Mitgründer und Chef von WhatsApp, Jan Koum, soll künftig nur einen Dollar als Jahresgehalt erhalten - bekommt aber zugleich Facebook-Aktien im aktuellen Wert von knapp zwei Milliarden Dollar.

Von

dpa

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