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10.10.2012

20:00 Uhr

Kauf von MetroPCS

Deutsche Telekom muss zunächst kein Gegenangebot fürchten

Der Finanznachrichten-Agentur Bloomberg zufolge lässt sich der US-Mobilfunker Sprint Zeit mit einem möglichen Gegenangebot für die von der Telekom angepeilte Fusion des US-Geschäfts mit MetroPCS.

Eine MetroPCS-Filiale in Dallas. dpa

Eine MetroPCS-Filiale in Dallas.

Der US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel wartet zunächst noch mit einem möglichen Übernahme-Gegenangebot für den Konkurrenten MetroPCS. Das hat Bloomberg News am späten Mittwoch aus informierten Kreisen erfahren. Hintergrund: Die Deutsche Telekom plant, ihre US-Sparte T-Mobile USA mit MetroPCS zu fusionieren. Entsprechende Pläne waren vergangene Woche bekannt gegeben geworden.

Laut der informierten Kreise will Sprint vor einem möglichen Angebot erst einen Blick auf eine Pflichtmitteilung der Deutschen Telekom werfen, in welcher die Struktur der Fusion genauer dargestellt werden soll. In aller Regel werden solche Papiere ein bis zwei Monate nach der Bekanntgabe entsprechender Pläne veröffentlicht, wie es weiter hieß.

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Die schwächelnde Telekom-Tochter T-Mobile USA will angeblich mit dem kleineren Konkurrenten MetroPCS zusammengehen. Analysten halten das für eine gute Idee – allerdings gibt es zwischen den Anbietern technische Unterschiede.

Unterm Strich dürfte Sprint den Kreisen zufolge bis zu drei Monate Zeit haben, um sich für oder gegen ein Gegenangebot zu entscheiden - vorher würden die MetroPCS-Investoren wohl nicht über den Telekom-Deal abstimmen. Vertreter von Sprint und von MetroPCS wollten am Mittwoch keinen Kommentar zu den Informationen abgeben.

Die Telekom will nach der Fusion mit MetroPCS als Billiganbieter auftreten und so gegen die wesentlich größeren Rivalen wie Sprint und Verizon antreten. Im vergangenen Jahr war der ursprünglich geplante Verkauf des US-Geschäfts an den Rivalen AT&T am Widerspruch von US-Behörden gescheitert. Die jetzt angekündigte Übernahme ist der Versuch, dem schwächelnden Geschäft neuen Schwung zu verleihen. An dem künftigen Unternehmen würde die Telekom den Plänen zufolge einen Anteil von 74 Prozent halten.

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