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10.01.2005

18:37 Uhr

Kaufpreis sechs Milliarden Dollar

Alltel schluckt Western Wireless

Das US-Telekommunikationsunternehmen Alltel will nach eigenen Angaben seinen Konkurrenten Western Wireless für 4,4 Mrd. Dollar in bar und in Aktien kaufen. Alltel teilte am Montag mit, im Rahmen der Transaktion werde es zudem Schulden von Western Wireless in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar übernehmen.

HB NEW YORK. Mit der Übernahme würde Alltel rund 1,4 Mill. Mobilfunk-Kunden im Westen und Mittleren Westen der USA hinzugewinnen, darunter auch in neun US-Bundesstaaten, in denen das Unternehmen bislang nicht vertreten ist. Alltel ist derzeit der fünftgrößte Mobilfunkanbieter der USA.

Bei einer Zustimmung der Aktionäre und der Kartellbehörden wäre es die dritte Fusion in der US-Telekom-Branche innerhalb weniger Monate: Im Oktober war der Zusammenschluss von Cingular Wireless und AT&T Wireless zum größten US-Mobilfunker genehmigt worden. Im Dezember hatten Sprint und Nextel ihre Fusion für rund 35 Mrd. Dollar angekündigt.

Alltel will je Western-Wireless-Aktie 9,25 Dollar in bar und 0,535 eigene Aktien bezahlen. Insgesamt will das in Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas ansässige Unternehmen nach eigenen Angaben rund 60 Mill. Aktien und eine Milliarde Dollar für die Übernahme bereitstellen. „Diese Übernahme stärkt die Position Alltels als Top-Unternehmen unter den regionalen Telekommunikationsunternehmen und ist aus finanziellen und strategischen Gründen sinnvoll“, sagte Firmenchef Scott Ford.

Alltel ist derzeit in 26 US-Bundesstaaten vertreten. Nach der Übernahme werde das Mobilfunkgeschäft, die Sparte mit dem stärksten Wachstum, 70 % des Umsatzes ausmachen, erklärte Alltel. Der Jahresumsatz des zusammengeschlossenen Unternehmens wird voraussichtlich rund zehn Mrd. Dollar betragen. Nach der Transaktion wird Alltel auch rund 1,6 Mill. Nutzer im Ausland von Western Wireless hinzugewinnen, darunter Kunden in Österreich und Irland. Die Zahl der Mobilfunk-Kunden in den USA wird auf rund zehn Mill. steigen.

Die Übernahme soll Mitte des Jahres abgeschlossen sein und sich ab 2006 in der Unternehmensbilanz niederschlagen.

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