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26.09.2013

15:17 Uhr

Kaufvorschläge

Ebay kupfert bei Amazon ab

Der Rivale Amazon macht es vor: Ebay empfiehlt Nutzern künftig Produkte, die zu ihren vorherigen Einkäufen passen. Zudem will der Online-Händler mit einem neuen Garantie-Siegel mehr Vertrauen in die Plattform schaffen.

Tablet-Computer boomen – deswegen setzt auch Ebay immer mehr Produkte über mobile Endgeräte ab. Hier Manager Devin Wenig bei einer Präsentation. AFP

Tablet-Computer boomen – deswegen setzt auch Ebay immer mehr Produkte über mobile Endgeräte ab. Hier Manager Devin Wenig bei einer Präsentation.

BerlinEbay kupfert von Amazon ab: Der Online-Händler will sich mit Angeboten profilieren, die stärker auf die einzelnen Nutzer zugeschnitten sind. Seit Donnerstag zeigt Ebay Besuchern auf der Startseite Vorschläge, die auf ihrem bisherigen Kaufverhalten basieren. „Das ist die größte Veränderung der Startseite in der Geschichte des Unternehmens“, sagte Stephan Zoll, Chef von Ebay Deutschland.

Je nachdem, was sich der Nutzer zuvor angesehen oder gekauft hat, werden entsprechende Angebote platziert. Die Vorschläge lassen sich auch individuell bearbeiten. „Wir wissen, was die Kunden wollen“, sagte Devin Wenig, Präsident der Marketplaces bei Ebay.

Zudem hat Ebay Deutschland ein neues Garantie-Logo auf seiner Online-Handelsplattform eingeführt. Ab sofort könnten Händler ihre Waren damit auszeichnen. Die Ebay-Garantie soll laut Deutschland-Chef Zoll einen neuen Standard auf dem deutschen Ebay-Marktplatz bieten.

Verkäufer garantieren damit ein Widerrufs- oder Rückgaberecht von einem Monat, kostenlosen Versand innerhalb von Deutschland, und Serviceleistungen wie schnellen Versand. Zudem bekommen Käufer ihr Geld zurück, wenn der Artikel von der Beschreibung erheblich abweicht. Zum Start sollen rund 30 Prozent der Waren auf Ebay mit dem neuen Logo ausgezeichnet sein, bis Ende des Jahres soll der Anteil in Zusammenarbeit mit dem Handel erheblich erhöht werden.

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In Deutschland hat Ebay nach Angaben von Zoll 17 Millionen aktive Nutzer, die auf mehr als 70 Millionen Artikel zugreifen können. Ebay war einst als Auktionsplattform für gebrauchte Waren von privaten Nutzern gestartet, hat inzwischen aber eine wachsende Zahl von professionellen Händlern. Allein über mobile Endgeräte wurden 2012 weltweit Waren im Wert von 13 Milliarden Dollar umgesetzt, in diesem Jahr soll das Handelsvolumen auf 20 Milliarden Dollar steigen.

Inzwischen vertreiben die Ebay-Händler rund 20 Prozent ihres Handelsvolumens global über Ländergrenzen hinweg, erklärte Ebay-Manager Wenig. Im globalen Handel sieht Ebay denn auch große Wachstumschancen. Der länderübergreifende Handel soll künftig so einfach sein wie nationale Transaktionen, erklärte Ebay. In den nächsten Monaten und Jahren werde es dazu eine Reihe von Veränderungen geben.

„Wir wollen den Händlern Zugang zu Kunden in der ganzen Welt bieten“, sagte Wenig. Dafür wolle Ebay etwa den Versand und den Währungswechsel vereinfachen. Es solle künftig keinen Unterschied mehr geben, ob jemand seine Ware in die nächste Stadt oder in ein ganz anderes Land verschickt.

Ebay gab zudem einen Zukauf bekannt: Das Unternehmen übernimmt für 800 Millionen Dollar den Zahlungsdienstleister Braintree. Das Unternehmen werde als eigenständige Einheit unter dem Dach der Ebay-Tochter PayPal operieren, teilte das US-Auktionshaus mit. Der bisherige Braintree-Chef Bill Ready bleibe an Bord. Ebay wird den Preis für das Unternehmen mit mehr als 180 Mitarbeitern in bar begleichen. Die Übernahme soll zum Ende des vierten Quartals abgeschlossen sein. PayPal steuerte vergangenes Jahr 40 Prozent zum Ebay-Umsatz bei.

Kommentare (1)

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Ebay_Sucks

01.10.2013, 14:33 Uhr

Ja, ständig neue "optimierungen" des Auftritts, um die Kunden zu verwirren und auf irgendwelche "Angebote" zu verlinken, damir sie irgendein Produkt kaufen, das sie eigentlich garnicht wollten...
Die nächste Meldung ist dann wieder eine Gebührenerhöhung.

So, wie der Supermarkt alle paar Monate seine Sortimentsordnung ändert.

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