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17.07.2014

10:30 Uhr

Kindle unlimited

Amazon greift mit e-Book-Abo an

Amazon hat den US-Büchermarkt im digitalen Bereich entschieden mitgeprägt und so einige der traditionellen Verlage gegen sich aufgebracht. Nun scheint der Onlinehändler in Sachen e-Books einen neuen Streich zu planen.

Da grinst er schelmisch: Amazon CEO Jeff Bezos, hier mit seinem Kindle, plant offenbar ein neues digitales Abonnement-Modell mit diversen Verlagen. Reuters

Da grinst er schelmisch: Amazon CEO Jeff Bezos, hier mit seinem Kindle, plant offenbar ein neues digitales Abonnement-Modell mit diversen Verlagen.

SeattleAmazon plant laut Medienberichten einen groß angelegten Abo-Dienst für digitale Bücher in den USA. Kunden sollen dabei für 9,99 Dollar im Monat Zugang zu rund 600.000 Titeln bekommen, berichteten unter anderem die „Financial Times“ und das „Wall Street Journal“ am späten Mittwoch.

Die Informationen zum Service mit dem Namen „Kindle unlimited“ waren von Amazon für kurze Zeit im Internet veröffentlicht worden und wurden zunächst vom Technologieblog „GigaOm“ entdeckt. Nun sind die Hinweise nur noch im Cache verfügbar, die Originalverweise hat Amazon wieder offline gestellt. In der Bücherliste seien allerdings keine Titel der fünf großen US-Verlage Hachette, HarperCollins, Macmillan, Penguin Random House sowie Simon & Schuster gewesen, hieß es. Amazon stand zuletzt in den Schlagzeilen, weil während Verhandlungen mit Hachette lange Lieferzeiten und eine schlechtere Verfügbarkeit gedruckter Bücher des Verlags auffielen.

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Amazon hatte früh auf digitale Bücher gesetzt und die Branche mit seiner Preispolitik und den Kindle-Lesegeräten mitgeprägt. Nachdem die Verlage mit dem Start von Apples iPad-Tablet 2010 höhere e-Book-Preise durchgesetzt hatten, gab es Kartellermittlungen der US-Behörden. Als Folge wurden die neuen Verträge mit einem Preisdiktat der Verlage zurückgenommen, sie gingen Vergleiche ein. Zuletzt stimmte Apple einer Zahlung von rund 400 Millionen Dollar zu.

Von

dpa

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