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13.01.2011

18:17 Uhr

KKR und Permira

Finanzinvestoren verabschieden sich teilweise von Pro Sieben

VonHans-Peter Siebenhaar

Seit Monaten gab es reichlich Gerüchte im Pro Sieben Sat 1: Wie lange bleiben die beiden Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira noch an Bord? Heute haben sie ihren Teil-Abschied von der Sendergruppe erklärt.

Für Pro Sieben Sat 1 beginnt zum Teil eine neue Ära. Quelle: Reuters

Für Pro Sieben Sat 1 beginnt zum Teil eine neue Ära.

DÜSSELDORF. Die beiden Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira nutzen die hohe Bewertung von Pro Sieben Sat 1. Über ihre gemeinsame Holding Lavena haben sie acht Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien verkauft. Das entspricht 3,7 Prozent des Grundkapitals von Deutschlands größtem Fernsehkonzern. Nach der Transaktion halten KKR und Permira weiter 53 Prozent des Grundkapitals. Außerdem halten sie 88 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien.

Seit Monaten kursieren in Finanzkreisen Spekulationen, dass die Finanzinvestoren bei Deutschland größtem TV-Konzern aussteigen werden. Ungewöhnlich wäre das nicht, schließlich haben KKR und Permira die Münchener Sendergruppe bereits vor über vier Jahren für rund drei Milliarden Euro übernommen. Der Zeitpunkt für einen Ausstieg ist günstig. Pro Sieben Sat 1 hatte zuletzt gute Zahlen vorgelegt.

Der operative Jahresgewinn könnte laut Finanzchef Axel Salzmann auf 850 Millionen Euro oder mehr steigen. Die Aktie hatte in den letzten zwölf Monaten eine außergewöhnliche Kursrallye hingelegt. Gestern notierte das Papier bei 23,95 Euro. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 8,71 Euro.

Die "Die Welt" hatte zuletzt gemeldet, KKR und Permira würden bis Ende 2011 bei Pro Sieben Sat 1 aussteigen. Konkrete Vorbereitungen für den Verkaufsprozess seien bereits eingeleitet worden. Ob an einen Einzelinvestor verkauft werde oder es einen Börsengang gebe, hänge von der Marktentwicklung im zweiten Halbjahr 2011 ab.

Wer als Käufer für Pro Sieben Sat 1 bereit steht, ist unklar. Vor mehr als vier Jahren ist dem Medienkonzern Springer die Übernahme der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 untersagt worden. Doch von einer zweiten Möglichkeit will der Zeitungsriesen derzeit nichts wissen. Axel Springer dementierte zuletzt Übernahmepläne.

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