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25.10.2013

17:17 Uhr

Klärungsbedarf

Länder zögern beim Jugendkanal von ARD und ZDF

Im Rahmen eines neuen Konzepts für ihre Digitalkanäle wollen ARD und ZDF einen neuen Jugendsender ins Leben rufen. Die Ministerpräsidenten der Länder sehen noch Klärungsbedarf. Sie fragen sich, ob das Geld reicht.

Die „Sendung mit der Maus“ ist die erfolgreichste Kindersendung der ARD. Ob sie bald in einem Jugendkanal über den TV-Bildschirm flimmert, ist noch nicht sicher. dapd

Die „Sendung mit der Maus“ ist die erfolgreichste Kindersendung der ARD. Ob sie bald in einem Jugendkanal über den TV-Bildschirm flimmert, ist noch nicht sicher.

HeidelbergDie Ministerpräsidenten geben ARD und ZDF noch kein endgültiges grünes Licht für die Pläne eines gemeinsamen Jugendkanals. Sie forderten bis zum Frühjahr 2014 die Klärung finanzieller und inhaltlicher Punkte. Die Frage sei, ob die veranschlagten 45 Millionen Euro pro Jahr für den neuen Jugendkanal reichten, sagte die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD), die die Medienpolitik der Länder koordiniert, am Freitag nach der Konferenz der Ministerpräsidenten in Heidelberg. „Beitragsstabilität ist ein Punkt, der uns allen wirklich wichtig ist.“ Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs KEF solle daher den Kostenrahmen von 45 Millionen Euro prüfen.

Die Regierungschefs der Länder sähen vor einer Entscheidung über den Entwurfs eines Staatsvertrages weiteren Klärungsbedarf, heißt es in dem einstimmigen Beschluss. Bis zum nächsten Treffen der Regierungschefs am 13. März müssten die Öffentlich-Rechtlichen zeigen, dass die Pläne mit dem vorhandenen Geld möglich seien. Nötig sei auch ein Beirat, in dem Jugendliche an der Entwicklung des Inhalts mitmachten. Ein medienübergreifendes Jugendangebot könne allerdings eine sinnvolle Ergänzung sein.

Marktanteile der TV-Sender

Platz 1: ZDF

Das ZDF hatte 2013 einen Marktanteil von 12,8 Prozent.

Platz 2: ARD

Die ARD kommt auf 12 Prozent Marktanteil, bei der jungen Zielgruppe erreicht der Senderverbund eine Einschaltquote von 6,3 Prozent.

Platz 3: RTL

RTL hat mit einem Marktanteil von 10,4 Prozent insgesamt weniger Reichweite als ARD und ZDF, liegt aber bei den jungen Zuschauern mit 13,3 Prozent vorn.

Platz 3: Sat 1

Sat 1 hat 8,3 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen mit 9,2 Prozent etwas mehr.

Platz 4: Pro Sieben

Ähnlich wie RTL ist Pro Sieben vor allem bei den jüngeren Zuschauern beliebt: 5,5 Prozent Marktanteil insgesamt, 11,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Platz 5: Vox

Vox hat 5,3 Prozent Marktanteil (7,3 Prozent bei den Jüngeren). Der Sender gehört zur RTL-Gruppe.

ARD und ZDF signalisierten, dass sie auf den Beschluss der Länder eingehen wollen. „Ich freue mich, dass die (...) Ministerpräsidenten dem Vorhaben grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen“, teilte der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor mit. „(ZDF-Intendant) Thomas Bellut und ich haben den Ländern zugesagt, die Finanzobergrenze von 45 Millionen (Euro) einzuhalten und hierfür keine Beitragserhöhung zu beantragen.“ Das ZDF erklärte, es werde auf der Basis des Länderbeschlusses das Konzept mit der ARD weiterentwickeln.

Die Länder hatten von ARD und ZDF ein neues Digitalkonzept gefordert. Die Anstalten legten vor einer Woche neue Pläne vor. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa gab es auf Seiten der CDU-regierten Länder Bedenken gegen das Konzept.

Die Öffentlich-Rechtlichen haben bisher je drei Digitalkanäle. Wenn es zum Jugendkanal für junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren käme, könnte die Zahl der Digitalsender von sechs auf vier schrumpfen. ZDF-Kultur und die ARD-Spartensender Eins-Plus und Eins-Festival würden wegfallen, ZDF-Neo, ZDF-Info und Tagesschau24 von der ARD bestehen bleiben. Der Jugendkanal ist als Fernsehsender, Radio- und Internetangebot geplant. Die ARD soll zwei Drittel der geplanten Kosten von 45 Millionen Euro pro Jahr tragen, das ZDF ein Drittel.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

25.10.2013, 19:42 Uhr

Entweder Propaganda oder dümmlich. Meistens BEIDES !!

Weg mit Staatsfernsehen.

Account gelöscht!

25.10.2013, 19:45 Uhr

damit hat man die nächste Begündung für eine Gebührenanpassung (nach oben natürlich) - da können Sie heute labern was Sie wollen.....

GezNo

25.10.2013, 19:46 Uhr

Wahnsinn, wieder stehen viele Millionen Euro zum verpulvern an. Hoffentlich haben die zunehmenden Bürgerproteste endlich Erfolg und die GEZ wird abgeschafft.

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