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08.07.2017

05:04 Uhr

Klage gegen Uber

Larry Page muss vor Gericht aussagen

Google-Gründer Larry Page wird sich im Streit um das Roboterwagen-Programm von Uber Fragen von Anwälten des Fahrdienst-Vermittlers stellen müssen. Das entschied ein Gericht in San Francisco

Larry Page, Vorstandschef von Alphabet und Mitgründer von Google, muss auf Verlangen der Anwälte von Uber vor Gericht aussagen. Die Alphabet-Tochter Waymo hat Uber auf Patentverletzung und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verklagt. AP

Larry Page.

Larry Page, Vorstandschef von Alphabet und Mitgründer von Google, muss auf Verlangen der Anwälte von Uber vor Gericht aussagen. Die Alphabet-Tochter Waymo hat Uber auf Patentverletzung und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verklagt.

San FranciscoGoogle-Gründer Larry Page wird sich im Streit um das Roboterwagen-Programm von Uber Fragen von Anwälten des Fahrdienst-Vermittlers stellen müssen. Page verfüge über wichtige Informationen aus erster Hand zu dem Sachverhalt, erklärte ein Richter am Freitag. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber vor, von ihr gestohlene Roboterwagen-Technologie einzusetzen.

Uber will Page, der inzwischen Chef des Google-Mutterkonzerns Alphabet ist, unter anderem zu dessen Gesprächen mit dem Entwickler Anthony Levandowski befragen, der im Mittelpunkt der Klage steht. Er war einer der wichtigsten Experten für selbstfahrende Autos bei Google und wurde später zum Chef von Ubers eigenem Roboterwagen-Projekt.

Waymo erklärt in der Klage, Levandowski habe vor seinem Abgang bei dem Internet-Konzern 14 000 Dateien mit vertraulichen Informationen heruntergeladen. Uber bestreitet, dass etwas davon im Roboterwagen-Programm des Fahrdienst-Vermittlers verwendet oder überhaupt auch nur bei der Firma angekommen sei. Levandowski selbst machte von seinem Recht zur Aussage-Verweigerung Gebrauch, um sich nicht selbst zu belasten - und wurde deshalb von Uber entlassen.

Die Uber-Anwälte wollen Page nun unter anderem dazu befragen, seit wann Google und die Firma Waymo, bei der die Entwicklung selbstfahrender Autos im vergangenen Jahr gebündelt wurde, von Levandowskis Downloads wussten. Sie bekamen vier Stunden Zeit dafür. Waymo hatte sich gegen eine Befragung von Page gewehrt.

Waymo engte unterdessen die Klage gegen Uber etwas ein. Von ursprünglich vier Vorwürfen der Patentverletzung blieb einer übrig. In dem Fall liegt der Schwerpunkt aber ohnehin auf dem Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen.

Von

dpa

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