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04.07.2014

07:06 Uhr

Klage wegen Kundenbetrug

T-Mobile US wirft Wettbewerbshütern Rufschädigung vor

John Legere, der Chef der US-Telekom-Tochter, wirft der Wettbewerbsbehörde FTC Rufschädigung vor. Die FTC verklagte T-Mobile USA wegen Kundenbetrugs. Legere wittert darin eine Verschwörung.

Der T-Mobile Chef, John Legere, ist sich sicher, die Klage der FTC geht zurück auf politische Spielchen. Reuters

Der T-Mobile Chef, John Legere, ist sich sicher, die Klage der FTC geht zurück auf politische Spielchen.

WashingtonNach der Klage gegen T-Mobile USA wegen Kundenbetrugs hat der Chef der Telekom-Tochter John Legere den US-Behörden Rufschädigung vorgeworfen. „Die FTC hat es prima geschafft, ihre Geschichte und die Nachricht auf Kosten des Rufs von T-Mobile (USA) und vor mir zur Sensation zu machen“, erklärte er am Donnerstag in einem Firmenblog. Die Klage gehe auf politische Spielchen in Washington und dem Einfluss von Lobbyisten der großen Telekommunikationskonzerne zurück.

Die US-Wettbewerbsbehörde FTC wollte sich am Donnerstag dazu nicht äußern. Sie hatte T-Mobile USA vor kurzem vorgeworfen, Kunden Zusatzdienste von Drittanbietern wie Textbotschaften mit Horoskopen, Flirt-Tipps oder Prominenten-Klatsch in Rechnung gestellt zu haben, die diese gar nicht abonniert hätten.

Kleines Mobilfunk-Lexikon

GSM

GSM, kurz für „Global System for Mobile Communication“, war der erste digitale Mobilfunkstandard. In Deutschland wurde er in den 1990er Jahren eingeführt. Heute noch ist GSM in vielen Ländern in Betrieb, auch hierzulande. Dank der guten Versorgung scheint der Standard momentan unverzichtbar.

Edge

Edge, kurz für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, ist eine Erweiterung des GSM-Standards, die eine Datenübertragung mit bis zu 384 Kilobit/Sekunde erlaubt. Nach heutigen Maßstäben ist das langsam. Dafür steht der Satz „Ich habe nur Edge“, den man etwa auf Bahnreisen oft hört.

UMTS

„Universal Mobile Telecommunications System“ ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist in Deutschland und großen Teilen der Welt verbreitet und ermöglicht schnelle Datenübertragungen. Nutzer in einer Funkzelle müssen sich allerdings die Bandbreite teilen – trotz Erweiterungen beginnen die Netze, zu verstopfen.

HSPA

„High Speed Packet Access“ macht UMTS schneller: Statt Übertragungsraten von 384 Kilobit/Sekunde sind mit HSPA bis 14,4 Megabit/Sekunde möglich, der Upload wird auf bis zu 5,76 Mbit/s beschleunigt.

HSPA+

Und es geht noch schneller: HSPA+ ermöglicht Downloads mit bis zu 21 Megabit/Sekunde. Wenn Netzbetreiber und Endgerät zwei Verbindungen gleichzeitig aufbauen können, wird diese Rate noch einmal verdoppelt.

LTE oder 4G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation heißt LTE, kurz für „Long Term Evolution“. Er beschleunigt die Datenübertragung auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, die Weiterentwicklung Cat4 macht bis 150 Mbit/s möglich. 4G wird oft synonym für LTE benutzt.

Auch die Börsenaufsicht FCC hat eine Untersuchung angekündigt. Legere hatte die Vorwürfe bereits als unbegründet zurückgewiesen. Sein Unternehmen berechne den Kunden diese Texte seit vorigem Jahr nicht mehr und biete zudem die Möglichkeit an, zu viel gezahlte Gebühren zurückzufordern.

Von

rtr

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