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16.06.2012

02:15 Uhr

Klagewelle

Facebook ringt mit Folgen des Börsengangs

Nach dem Börsengang muss Facebook mit mehr als 40 Klagen fertigwerden. Nun verliert das Unternehmen auch noch seinen Chief Technology Officer. Es gibt aber auch eine positive Nachricht.

Anzeige für Facebook-Aktien an der Nasdaq Anfang Juni - am Freitag sah sie anders aus. Reuters

Anzeige für Facebook-Aktien an der Nasdaq Anfang Juni - am Freitag sah sie anders aus.

San Francisco/New YorkFacebook will die mehr als 40 Klagen nach seinem umstrittenen Börsengang zusammenfassen.

Das Online-Netzwerk und die beteiligten Banken legten am Freitag ein entsprechendes Schreiben vor, in dem sie ihre Sicht der Dinge darlegten. Facebook und die Finanzinstitute streben an, der Technologiebörse Nasdaq einen Teil der Schuld zuzuschieben.

Facebook hatte vergangenen Monat den Gang an die Börse gewagt, dabei hatte es eine technische Panne gegeben.

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Viele Klagen drehen sich um die am 9. Mai von Facebook veröffentlichte Behauptung, dass die Zahl seiner mobilen Nutzer schneller wachse als seine Einnahmen. Die Kläger bemängeln, dass Analysten der großen Emissionsbanken später ihre Vorhersagen gesenkt, dies aber nur einer Handvoll von Klienten mitgeteilt hätten. Sowohl Facebook als auch die Banken sagen, dass sie nicht rechtswidrig gehandelt hätten.

Chief Technology Officer Bret Taylor verlässt Facebook für ein Startup. Reuters

Chief Technology Officer Bret Taylor verlässt Facebook für ein Startup.

Nach dem enttäuschenden Börsengang verliert Facebook nun auch einen hochrangigen Manager. Chief Technology Officer Bret Taylor kündigte am Freitag an, Facebook im Sommer zu verlassen und seine eigene Firma zu gründen. Dabei will er mit einem Ingenieur des Facebook-Konkurrenten Google zusammenarbeiten.

Unternehmenschef Mark Zuckerberg dankte Taylor, den er als Freund und Kollegen kennenlernt habe. Taylor war 2009 zu Facebook gekommen, als das Online-Netzwerk die Firma FriendFeed kaufte, für die er zu diesem Zeitpunkt arbeitete.

Einige Investoren hatten vor dem IPO spekuliert, dass es für Facebook schwierig werden könnte, seine Mitarbeiter zu halten. Viele von ihnen wurden mit dem Börsengang Millionäre.

Seit der Gründung der Firma im Jahr 2004 haben allerdings schon viele Mitarbeiter Facebook den Rücken gekehrt. Taylors Vorgänger Dustin Moskovitz etwa verließ im Jahr 2008 das Unternehmen und gründete mit einem Kollegen ein soziales Netz für Firmen.

Unterdessen hat der Aktienkurs von Facebook erstmalig seit dem Börsengang eine Woche mit einem Gewinn abgeschlossen. Die Aktie stieg am Freitag um 6,1 Prozent und schloss bei 30,01 Dollar.

Das sind 10,8 Prozent mehr für die zurückliegende Woche, aber immer noch 21 Prozent weniger als der Preis zum Börsenstart in Höhe von 38 Dollar.

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