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05.01.2012

09:16 Uhr

Kleincomputerhersteller

Kontron verpasst Gewinnziel

Der Computerhersteller Kontron aus Bayern hat sein Ziel für 2011 nicht erreicht. Er muss rund sechs Millionen Euro aufwenden, um die Produktion in Malaysia abzustoßen. Doch die Neuausrichtung bringe auch Vorteile.

Kontron stellt etwa Steuerungscomputer für Stromnetze her. dpa

Kontron stellt etwa Steuerungscomputer für Stromnetze her.

DüsseldorfDer bayerische Kleincomputerhersteller Kontron hat sein für 2011 angepeiltes Ergebnis verpasst. Grund dafür sei der geplante Verkauf der Produktion in Malaysia für etwa 30 bis 35 Millionen Dollar an das US-Unternehmen Plexus, teilte Kontron heute mit. Dies führe zu einmaligen Aufwendungen von etwa sechs Millionen Euro, die im Schlussquartal verbucht würden. Der Abschluss der Transaktion werde in den nächsten Wochen erwartet.

„Die geplante Ebit-Marge für 2011 von acht Prozent wird daher nicht erreicht werden können. Der Gesamtjahresumsatz wird voraussichtlich im Rahmen der Erwartungen liegen“, erläuterte das Unternehmen. Bislang hat Kontron einen Umsatz von 570 Millionen Euro und einen Betriebsgewinn zwischen 44 und 47 Millionen Euro angepeilt.

Der Verkauf bringe Kontron auf der anderen Seite Vorteile, etwa beim Einkauf. Künftig würden Module im Wert von rund 100 Millionen Dollar pro Jahr zusätzlich bei Plexus eingekauft. Kontron erwarte aus der Transaktion 2012 einen moderaten Anstieg des Ergebnisses je Aktie, geringere Investitionen, einen deutlich erhöhten Umsatz je Mitarbeiter und ein besseres Netto-Umlaufvermögen.

Kontron stellt Steuerungscomputer für eine breite Gerätepalette her, unter anderem für Telefon- und Stromnetze, Medizintechnik und Automaten. Traditionell ist das im TecDax gelistete Unternehmen als Frühzykliker anfällig für Krisen bei seinen Kundenindustrien.

Von

rtr

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