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26.05.2011

19:47 Uhr

Kleine Blamage für Sarkozy

Wie Zuckerberg Merkel und Obama das Internet erklärt

VonHolger Alich

Facebook-Chef Mark Zuckerberg und andere IT-Größen sollen Politikern das Netz erklären - und vielleicht ein paar Zugeständnisse machen. Das fällt Zuckerberg und Co nicht im Traum ein. Schlecht für Frankreichs Präsident.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf einer Pressekonferenz in Deauville. Quelle: dapd

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf einer Pressekonferenz in Deauville.

Dieser Donnerstag ist im Leben des Facebook-Chefs Marc Zuckerberg ein besonderer Tag. Denn der 27jährige soll beim G8-Gipfel in Deauville Staats- und Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder US-Präsident Barrack Obama erklären, warum Internet so wichtig ist.

Da hat sich sogar der chronische T-Shirt-Träger Zuckerberg in Schale geworfen. Im dunklen Anzug betritt er das Pressezelt auf der Pferdrenn-Bahn von Deauville. Zum weißen Hemd trägt er eine dunkelblaue Krawatte, die einen schönen Kontrast zu seinen roten Hitzeflecken in seinem Gesicht bildet.

Auf ihrer Pressekonferenz wollen die Webgrößen wie Zuckerberg erklären, was sie den Staats- und Regierungschefs denn zu sagen gedenken. Darüber hatten sie zuvor zwei Tage beim e-G8-Forum in Paris beraten. Organisiert hatte das ganze der Werberiese Publicis. Dessen Chef Maurice Levy sitzt in Deauville neben Zuckerberg, und übernimmt zu dessen sichtbaren Erleichterung erst einmal das Reden. Die beiden bilden ein schönes Paar; Werbepapst Levy könnte glatt der Großvater von Zuckerberg sein.

"Über 1000 Unternehmer aus mehr als 30 Ländern sind zu unserem Forum gekommen", beginnt Levy stolz. Doch auch nach zwei Tagen ist das Abschluss-Kommuniqué immer noch nicht fertig, räumt er ein. „Das kommt dann in 24 oder 48 Stunden“, meint er lapidar – also nach dem Gipfel.

Der Pariser Internet-Gipfel war eine Idee Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy. Man könnte auch sagen, es war eine typische Idee von Sarkozy: Viele große Namen, viel Medienrummel – aber ein schmales Ergebnis. Und was bei seinem Web-Gipfel rauskam, dürfte Sarkozy kaum gefallen; denn von einer „Zivilisierung des Internets“ durch Regulierung, wie es Frankreichs Staatspräsident vorschwebt, wollen die Webgrößen wie Google-Chef Eric Schmitt überhaupt nichts wissen.

Kommentare (1)

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aruba

27.05.2011, 07:11 Uhr

Guten Morgen,.... Ironischerweise haben alle die Sarkozy etwas erklaeren wollen einen gemeinsamen Urvater..... Levy, Zuckerberg, Strauss-Kahn. Der kleine Teufel ist so stark wie nie zuvor. Schauen Sie sich den Zwerg gut an..... Wir werden noch lange Jahre mit Ihm leben muessen. Der laesst sich eh von niemanden etwas erklaeren;... hoechstens von seiner geilen Carla. Besten Dank

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