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20.08.2013

23:30 Uhr

Kodak

US-Gericht billigt den Sanierungsplan

Der Fotopionier Kodak ist dem Schritt aus der Insolvenz näher gekommen. Ein US-Gericht hat dem Sanierungsplan des Unternehmens zugestimmt. Ein möglicher Neubeginn rückt damit in greifbare Nähe.

Ein Gericht in New York hat am Dienstag das Sanierungskonzept des insolventen Fotopioniers Kodak gebilligt. dpa

Ein Gericht in New York hat am Dienstag das Sanierungskonzept des insolventen Fotopioniers Kodak gebilligt.

New YorkDer insolvente Fotopionier Kodak hat auf dem Weg zu einem Neuanfang eine wichtige Hürde genommen: Ein Gericht in New York hat am Dienstag das Sanierungskonzept des Unternehmens gebilligt. Damit kann Kodak hoffen, wie geplant am 3. September den Insolvenzschutz hinter sich lassen zu können. Künftig will sich der Konzern auf professionelle Drucklösungen spezialisieren.

Im Jahr 1880 gegründet, hatte das traditionsreiche Unternehmen im vergangenen Jahr Konkurs anmelden müssen. Der Grund: Es hatte beim Trend zur Digitalfotografie nicht mit der Konkurrenz Schritt halten können. Seitdem musste Kodak sich von zahlreichen Geschäftsfeldern und Patentrechten trennen. Tausende Stellen fielen weg.

Der Kameramarkt in Deutschland

Der Absatz sinkt

Es wird zwar so viel fotografiert wie nie, trotzdem sinkt der Absatz von Digitalkameras: 2012 waren es nach Angaben von Statista 7,9 Millionen Stück, rund 700.000 weniger als im Vorjahr. Weil Smartphones passable Bilder liefern, kaufen sich immer weniger Menschen eine Kompaktkamera.

Höhere Preise

Der Durchschnittspreis stieg zuletzt von 206 auf 233 Euro – die Branche verkauft weniger, dafür aber hochwertigere Geräte.

Spiegelreflexkameras sind gefragt

Hochwertige Geräte sind dagegen weiter gefragt. 2012 verkauften die Hersteller nach einer Prognose von Statista 980.000 Spiegelreflex- sowie 180.000 Systemkameras. Der Umsatz mit diesen Geräten stieg von 674 Millionen auf 720 Millionen Euro.

Objektive als Zusatzgeschäft

Mit Wechselobjektiven machen die Kamera- und Zubehörhersteller ein nettes Zusatzgeschäft. Der Absatz stieg auf 1,72 Millionen Stück, der Umsatz legte leicht auf 500 Millionen Euro Umsatz zu.

Fast jeder hat eine Kamera

Digitalkameras sind längst etwas für die Masse: 2011 gab es laut Statista in 71 Prozent aller deutschen Haushalte ein Gerät. Heute dürften es noch mehr sein.

Canon vor Nikon

Unter den Kamerabesitzern in Deutschland ist Canon die beliebteste Marke, 14,4 Prozent nennen den japanischen Hersteller. Auf den Plätzen 2, 3 und 4 folgen Nikon (9,4 Prozent), Sony (8,8 Prozent) und Kodak (8,5 Prozent).

Nun steht der Konzern vor einem möglichen Neubeginn: „Kodak ist ein anderes Unternehmen als jenes, dass einmal der öffentlichen Wahrnehmung entsprach - und ein völlig anderes als das (Unternehmen), das Insolvenz anmeldete“, sagte Anwalt Andrew Dietderich am Dienstag vor Gericht.

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