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03.07.2013

10:02 Uhr

Konkurrenz für iTunes

Sony startet Filmportal Ultraviolet in Deutschland

ExklusivDas Videogeschäft ist für Hollywood eine wichtige Einnahmequelle – doch im boomenden Online-Vertrieb dominiert Apple. Ein neuer Service namens Ultraviolet soll das ändern.

Szene aus dem Film „White House Down“ mit Channing Tatum: Die Hollywood-Studios wollen ihr Online-Geschäft forcieren. ap

Szene aus dem Film „White House Down“ mit Channing Tatum: Die Hollywood-Studios wollen ihr Online-Geschäft forcieren.

Düsseldorf/Los AngelesDie Hollywood-Studios engagieren sich stärker im Online-Geschäft mit Filmen und Serien in Deutschland. „Wir wollen im zweiten Halbjahr mit dem digitalen Service Ultraviolet starten. Von großen Handelsunternehmen haben wir eine positive Rückmeldung bekommen“, sagte David Bishop, weltweiter Präsident von Sony Pictures Home Entertainment, dem Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Voraussichtlich Ende September soll nach Unternehmensangaben die technische Infrastruktur verfügbar sein. Kurz danach wird dann der Handel für Ultraviolet werben. Ebenfalls im Herbst soll Ultraviolet auch in Frankreich verfügbar sein. Bislang ist die im Oktober 2011 gestartete Plattform zu Videodownload in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland erhältlich. Derzeit nutzen es 12,5 Millionen Haushalte.

Sony und fünf weitere Hollywood-Studios, darunter 20th Century Fox, Warner Bros. und Paramount, wollen mit der weltweiten Expansion die Vormachtstellung von Apple mit iTunes beim Herunterladen von Filmen und Serien brechen.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Zu den Preisen für Ultraviolet wollte sich Sony nicht konkret äußern. Bishop sagte nur: „Unsere Preisstrategie wird sich an den USA orientieren. Dort sind wir so gestartet, dass mit jedem Kauf einer Blu-ray das Recht verbunden war, den Film bei Ultraviolet zu registrieren und damit jederzeit und überall verfügbar zu haben.“ Die Blu-ray mit Ultraviolet kostet in den USA in der Regel 17,99 Dollar.

Ultraivolet, ein Cloud-basiertes Lizenzsystem, erlaubt es Kunden, ihre Inhalte wie Filme und Serien auf bis zu zwölf Endgeräten zu nutzen – vom Smartphone über Tablet-PC bis zum Computer. Das Videogeschäft ist für die Hollywood-Studios neben dem Kino die wichtigste Erlösquelle. Marktteilnehmer schätzen das Marktvolumen für Home Entertainment auf rund 40 Milliarden Dollar.

Von

hps

Kommentare (5)

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Charly

03.07.2013, 11:14 Uhr

Sony ist eine kriminelle Firma.
Sony hat geziehlt die Computer von Privatpersonen mit Viren verseucht. Es gab dafür auch Verurteilungen die aber nicht ausreichend waren.

Jeder integre Mensch boykottiert eine kriminelle Firma wie Sony !

adbnd

03.07.2013, 11:51 Uhr

Wie man auch zu Sony steht, Ultraviolett ist für den Verbraucher eine sinnvolle Entwicklung. Fast alle großen Studios machen mit und ermöglichen bei Erwerb von Ultraviolett-Titeln die mehrfache Nutzung auf verschiedenen Endgeräten. D.h. ein auf Blu-ray erworbener Titel ist nicht mehr nur auf den Blu-ray-Abspieler begrenzt, sondern auch als Stream oder Download auf anderen Geräten verführbar.

Charly

03.07.2013, 12:02 Uhr

@adbnd

Ja, das Abspielen irgendwelcher Titel gehört ja auch zu den wirklich lebenswichtigen Dingen überhaupt, unabdingbar für die heutige Generation der komplett-verblödeten VollDekadenzler.

Smartphone-Wischen, Fussball-Gucken, Saufen etc.

Da nimmt man gern das Ende der Freiheit in Kauf.

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