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09.04.2015

20:00 Uhr

Konkurrenz für Netflix

Youtube will angeblich Abo-Modell starten

Laut US-Medienberichten plant auch die Video-Website Youtube nun ein werbefreies Bezahlmodell in der Art von Netflix oder HBO Now. Youtube soll Partner, die Inhalte auf der Website anbieten, bereits informiert haben.

Das Videoportal Youtube plant laut US-Medien ein werbefreies Bezahlmodell. dpa

Neues Geschäftsmodell

Das Videoportal Youtube plant laut US-Medien ein werbefreies Bezahlmodell.

San BrunoDie Video-Website Youtube will laut US-Medienberichten ein werbefreies Bezahlmodell anbieten. Noch in diesem Jahr könne die Google-Tochter eine entsprechende Abovariante einführen, berichteten unter anderem der Finanzdienst Bloomberg und das Techblog „The Verge“ am Donnerstag. Die Berichte beziehen sich auf eine E-Mail, die Youtube an Partner verschickt haben soll.

Nutzer, die auf dem Portal Videoinhalte veröffentlichen, sollen demnach an der neuen Einnahmequelle beteiligt werden, die durch den Service entstehen würde. Spekuliert wird über eine monatliche Nutzungsgebühr von etwa zehn Dollar (9,40 Euro).

Wer an YouTube verdient

Google

Der Internetkonzern kaufte Youtube im Oktober 2006, gerade einmal 19 Monate nach der Gründung der Videoseite. Google zahlte 1,65 Milliarden Dollar für Youtube. Das war damals der teuerste Zukauf in der Firmengeschichte, der sich aber rentiert haben dürfte.

Google (2)

Wie viel Google mit Youtube verdient, gibt das Unternehmen allerdings nicht gesondert an. Die Marktforschungsfirma eMarketer schätzt, dass Youtube 2015 etwa 1,13 Milliarden Dollar Umsatz mit Werbung gemacht hat.

Youtube-Stars

Youtube ist eine der meist genutzten Webseiten unter Jugendlichen, beliebte Videomacher können dort hunderttausende Fans sammeln. Wer so eine große Gefolgschaft hat, kann mit Werbung in den eigenen Videos und Zusammenarbeit mit Unternehmen Geld verdienen.

Youtube-Stars (2)

Besonders bekannte Youtuber wagen den Sprung in andere Bereiche: Die deutschen Slimani-Geschwister haben ein Buch und eine Modereihe herausgebracht, auch andere Youtuber sind mit Büchern auf dem Markt.

Vermarktungs-Netzwerke

Die Netzwerke sind sozusagen die Plattenfirmen der Youtube-Welt. Sie fördern Talente und sorgen für die Vermarktung von Anzeigen. Dafür verdienen sie an den Werbeeinnahmen mit.

Netzwerke (2)

Allerdings knirscht es hier: Mehrere bekannte Youtuber verließen jüngst das große deutsche Netzwerk Mediakraft. Sie beklagten Kommerzialisierung und mangelnde Unterstützung. Kurz danach ging auch Mediakraft-Mitgründer Christoph Krachten.

Unternehmen

Längst haben Firmen entdeckt, dass sie über Youtube ihre Produkte vermarkten können. Denn hier gucken Menschen freiwillig Werbung. Viele Firmen versuchen, witzige oder unterhaltsame Videos zu drehen, die die Nutzer von selbst weiterverbreiten. Außerdem geben sie Geld für Werbeeinblendungen vor und während Videos aus.

Unternehmen (2)

Ein Hindernis bei der Werbevermarktung ist, dass Youtube-Videos oft ausgefallen sind und die Qualität sehr unterschiedlich ist. Youtube hat daher ein Auswahl-Programm entwickelt. Damit können Werbekunden festlegen, dass ihre Videoanzeigen nur bei den beliebtesten Videos in bestimmten Kategorien auftauchen.

Youtube würde damit stärker in Konkurrenz zu Streaming-Plattformen mit Abomodell wie Netflix oder dem diese Woche in den USA gestarteten Angebot HBO Now treten.

Von

dpa

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