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10.05.2016

19:15 Uhr

Konkurrenz für YouTube

Amazon startet offene Video-Plattform

Dieser Schritt von Amazon hat das Potenzial, die Geschäftsmodelle in der TV-Branche noch stärker umzukrempeln. Die Videoplattform des Online-Händlers bekommt ein neues Selbstbedienungs-Portal für Inhalte-Produzenten.

Alle Amazon-Nutzer sollen Videos kaufen oder mieten können; Kunden von Amazons Abo-Dienst Prime dürfen sie ohne zusätzliche Kosten sehen. dpa

Nach Amazon Prime startet ein neues Video-Portal

Alle Amazon-Nutzer sollen Videos kaufen oder mieten können; Kunden von Amazons Abo-Dienst Prime dürfen sie ohne zusätzliche Kosten sehen.

SeattleAmazon will mit einer neuen Plattform für TV-Sendungen dem klassischen Fernsehen und der Google-Videoplattform YouTube mehr Konkurrenz machen. Über das Selbstbedienungs-Portal könnten Videoanbieter ihre Inhalte Amazon-Kunden in Deutschland, den USA, Großbritannien, Österreich und Japan direkt präsentieren.

Grundsätzlich können die Sendungen dabei für Kunden von Amazons Abo-Dienst Prime ohne zusätzliche Kosten gezeigt werden. Die Inhalte-Anbieter bekämen dann Nutzungsgebühren entsprechend der Gesamtdauer der Streams, wie Amazon am Dienstag mitteilte. Ansonsten können die Videos auch an alle Amazon-Nutzer verkauft oder vermietet werden.

In den USA ist es zusätzlich möglich, die Inhalte allen Amazon-Kunden werbefinanziert zu zeigen. Damit greift der Online-Händler neben klassischen TV-Kanälen auch die dominierende Videoplattform YouTube an. Aus einem eine Million Dollar schweren Fonds soll es zusätzlich Bonuszahlungen für die Anbieter der 100 populärsten Videos bei Amazon Video Direct geben, hieß es.

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Amazon verwöhnt seine Kunden, andere Händler macht es abhängig.  Denn über „Marketplace“ machen viele kleine Online-Anbieter einen Großteil ihres Umsatzes. Das nutzt der Konzern aus – mit stets derselben Methode.

Amazon ist bereits einer von mehreren Anbietern, die Filme und Serien auf Abruf für eine monatliche Abo-Gebühr zugänglich machen. Diese Streaming-Dienste sind schon ein Konkurrent für die klassische TV-Nutzung, weil sie die Fernsehzeit der Nutzer einnehmen.

Von

dpa

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