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01.08.2012

15:18 Uhr

Kontaktloses Bezahlen

Einkaufen mit Aufklebechips

Ab sofort verkaufen E-Plus und die Targobank Aufklebechips für Handys, mit denen sich deutschlandweit kontaktlos bezahlen lässt. Es ist kein reines Handy-Bezahlverfahren und soll so sicher sein wie andere Systeme.

E-Plus und die Targobank haben ein deutschlandweites kontaktloses Bezahlsystem eingeführt. dapd

E-Plus und die Targobank haben ein deutschlandweites kontaktloses Bezahlsystem eingeführt.

DüsseldorfDer Mobilfunkanbieter E-Plus und die Targobank führen ein deutschlandweites System zum kontaktlosen Bezahlen ein. Dazu verkaufen sie ab sofort in ihren Filialen und im Internet Bezahlchips, die etwa auf die Rückseite von Handys geklebt werden können, teilten E-Plus und Targobank am Mittwoch in Düsseldorf mit. Um ein reines Handy-Bezahlverfahren handelt es sich technisch also nicht.

Bei dem kontaktlosen Bezahlverfahren können die Informationen des Chips an speziellen Kassen ausgelesen werden, wie die Unternehmen mitteilten. Die Übertragung der Daten erfolge per Funk über eine Entfernung von maximal vier Zentimetern. Die Bezahlform sei damit „mindestens so sicher wie herkömmliche bargeldlose Bezahlsysteme“, erklärten die Unternehmen.

Der Bezahlchip kommt vom Kreditkartenanbieter Mastercard und funktioniert wie eine Kreditkarte, wie Targobank und E-Plus mitteilten. Vor dem Bezahlen müsse kein Guthaben auf den Chip aufgeladen werden. Die Bezahlbeträge würden wie bei einer normalen Kreditkarte von einem Bankkonto des Nutzers abgebucht. Kleinere Beträge bis 25 Euro könnten ohne Eingabe einer Geheimzahl beglichen werden, bei Summen darüber sei diese jedoch erforderlich.

Bei dem neuen Bezahlsystem handle es sich nicht direkt um Bezahlen mit dem Handy, wie ein E-Plus-Sprecher erklärte. Der Bezahlchip könnte theoretisch auch auf andere Gegenstände wie etwa eine Geldbörse per Klebestreifen aufgebracht werden.

E-Plus und die Targobank hielten die Verbindung von Handy und Bezahlchip jedoch für besonders geeignet, da Verbraucher ihre Mobiltelefone ständig mit sich führten. Bei den Aufklebechips handle es sich um eine „Übergangslösung“.

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