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02.12.2014

14:04 Uhr

Konzentration auf Smartphones

Samsung verkauft weitere Sparte

Nach dem Ausstieg aus dem Geschäft mit LED-Beleuchtung, trennt sich Samsung auch vom Bereich Glasfaseroptik. Die Südkoreaner wollen sich zukünftig ganz auf das schwächelnde Smartphone-Geschäft konzentrieren.

Samsung verkauft eine weitere Unternehmenssparte. Der Konzern will sich ganz auf sein Smartphone-Geschäft konzentrieren. dpa

Samsung verkauft eine weitere Unternehmenssparte. Der Konzern will sich ganz auf sein Smartphone-Geschäft konzentrieren.

SeoulDer weltgrößte Smartphone-Hersteller Samsung Electronics verstärkt mit einem weiteren Spartenverkauf seine Konzentration auf das unter Druck geratene Handy-Geschäft. Wie Samsung am Dienstag mitteilte, übernimmt der US-Glashersteller Corning den Bereich Glasfaseroptik.

Zum Kaufpreis und dem Umsatz der Sparte wollte sich Samsung nicht äußern. Erst im Oktober waren die Südkoreaner aus dem Geschäft mit LED-Beleuchtung außerhalb des Heimatlandes ausgestiegen. Auch diese Sparte gehörte nicht zum Kerngeschäft.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

Huawei

Drittgrößter Smartphone-Hersteller ist Huawei mit knapp 47 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 4,8 Prozent.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Samsung hatte zuletzt einen Einbruch beim Betriebsgewinn von 60 Prozent verbucht und damit das schwächste Quartalsergebnis seit mehr als drei Jahren vorgelegt. Dem Konzern macht im Top-Segment vor allem die Konkurrenz durch Apple zu schaffen, während bei günstigen Geräten chinesische Hersteller verstärkt auf den Markt drängen.

Von

rtr

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