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16.03.2004

07:37 Uhr

Konzern bietet Tariferhöhung von 2,7 Prozent an

Telekom will auf Kündigungen verzichten

Die Deutsche Telekom will bis zum Jahr 2008 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, wenn die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einer Senkung der Arbeitszeit und der Gehälter der Beschäftigten zustimmt. Das sieht das Tarifangebot vor, das die Telekom der Gewerkschaft vorgelegt hat.

slo DÜSSELDORF. Wie ein Telekom-Sprecher auf Anfrage erläuterte, sollen die inländischen Mitarbeiter ihre Wochenarbeitszeit von 38 auf 34 Stunden reduzieren und ein Gehalt akzeptieren, das einer Arbeitszeit von 35,5 Stunden entspricht. Ursprünglich hatte der Konzern gefordert, dass Arbeitszeit und Personalkosten parallel um mindestens 10 % sinken.

Die Bezüge der in die konzerneigene Beschäftigungsagentur Vivento ausgelagerten Mitarbeiter sollen nach Informationen aus Unternehmenskreisen künftig um 15 % sinken, solange sie ohne einen neuen Job sind. Sollten diese Mitarbeiter als Zeitarbeitnehmer innerhalb des Konzerns oder in der Vivento zugeordneten Call-Center-Einheit einen Job finden, sollen die Einbußen geringer ausfallen. Die Zahl der Ausbildungsplätze will das Unternehmen für das laufende Jahr auf 2 000 halbieren. Die Telekom stellt ihren Beschäftigten insgesamt eine Tariferhöhung von 2,7 % ab Januar 2005 mit einer Laufzeit von 15 Monaten in Aussicht. Verdi hatte ursprünglich 4 % gefordert.

Die Gewerkschaft wird voraussichtlich im Laufe der Woche über das Angebot des Unternehmens beraten. Die Verhandlungen sollen nächste Woche Montag fortgesetzt oder mit einem Tarifabschluss beendet werden.

Die Telekom und Verdi verhandeln seit Ende Januar über einen neuen Tarifvertrag; der bisherige läuft im April aus. In diesem Jahr endet auch die Vereinbarung, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Der Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer will die Personalkosten mit Hilfe des neuen Tarifvertrages um etwa 500 Mill. Euro pro Jahr senken. Bisher machen Personalausgaben etwa ein Viertel des Konzernumsatzes aus. Diesen Anteil will Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke senken. Das hatte er erst in der vergangenen Woche bei der Vorlage der Ergebnisse 2003 zu einem der wichtigsten Ziele erklärt.

Quelle: Handelsblatt

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