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26.01.2005

07:00 Uhr

Konzern sucht nach Lösung für angeschlagene Sparte

Siemens macht mit Handys erneut Verlust

Der Siemens-Konzern hat im Geschäft mit Mobiltelefonen offenbar erneut einen hohen Verlust eingefahren. Nach Informationen aus Branchenkreisen weist die Sparte für das abgelaufene Quartal ein ähnlich hohes Minus aus wie im Vorquartal. In den Monaten Juli bis September machte Siemens mit Mobiltelefonen einen operativen Verlust von 141 Millionen Euro.

Siemens sucht nach einer Lösung für die angeschlagene Handy-Sparte. Foto: dpa

Siemens sucht nach einer Lösung für die angeschlagene Handy-Sparte. Foto: dpa

cbu/slo MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Zudem hat der Münchener Konzern nach Angaben aus der Branche zwischen September und Dezember erneut Marktanteile verloren. Davon hätten in erster Linie asiatische Konkurrenten wie NEC und LG profitiert. Ein Siemens-Sprecher wollte sich zu den Ergebnissen im abgelaufenen Quartal nicht äußern.

Der scheidende Konzern-Chef Heinrich von Pierer wird bei der Hauptversammlung am Donnerstag die Geschäftszahlen für die Monate September bis Dezember 2004 vorlegen. Die Handy-Sparte ist eines der großen Sorgenkinder und wird den neuen Konzern-Chef Klaus Kleinfeld vor seine erste Bewährungsprobe stellen.

Entgegen früherer Ankündigungen wird es morgen noch keine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Siemens-Mobiltelefone geben. Damit geht die Hängepartie für das Geschäftsfeld mit einem Umsatz von knapp fünf Mrd. Euro weiter. Siemens prüft nach eigenen Angaben alle Optionen. Aus Branchenkreisen verlautet jedoch, dass eine Partnerschaft die wahrscheinlichste Variante sei.

Eine Schließung würde viel Wert vernichten, sagte von Pierer. Auch ein vollständiger Verkauf ist schwierig, da Siemens nicht seinen Markennamen aus der Hand geben will. Die Sanierung ist in den vergangenen Jahren fehlgeschlagen. Von einem erneuten Versuch raten Analysten ab: Das wäre der schlimmste Ausweg, da er mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden sei, schreibt Jochen Klusmann, Analyst bei der BHF Bank, in einer Studie.

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