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10.01.2005

14:40 Uhr

Konzernstruktur soll vereinfacht werden

News Corp. will Fox komplett

Rupert Murdochs News Corp. will die Restanteile der Fox Entertainment Group übernehmen. Dies hat die Gesellschaft am Montag angekündigt. Die News Corp ist einer der weltgrößten Medienkonzerne.

HB NEW YORK. Fox befindet sich zu 82,1 % im Besitz der News Corp. Die News Corp. kontrolliert bereits 97 % der Fox-Stimmrechte, da sie alle Fox-Aktien der Klasse B hält.

Die Besitzer von Fox-Aktien der Klasse A sollen 1,90 News-Aktien der Klasse A je eigenen Anteil erhalten. Dies entspreche einem Aufgeld von 7,4 % gegenüber Vorwochenschluss und einem Aufgeld von 16,9 % gegenüber dem Fox-Durchnittskurs der vergangenen sechs Monate. Die Fox-Aktien notierten zum Vorwochenschluss mit 31,22 Dollar. Die Aktien der News Corp. lagen bei 18,23 Dollar. Der Kaufpreis beträgt nach Berechnungen der US-Wirtschaftsagentur „Bloomberg“ 5,86 Mrd. Dollar (4,4 Mrd Euro).

Fox Entertainment verfügt über große US-Fernseh- und Kabelfernsehoperationen, das Filmstudio 20th Century Fox, eine Beteiligung am größten US-Satelliten-TV-Unternehmen DirecTV und andere Sparten. Die Gesellschaft hat einen Umsatz von rund zwölf Mrd. Dollar.

Damit will Murdoch nach Darstellung von Wall-Street-Experten die komplizierte Konzernstruktur der News Corp. vereinfachen und sich mit der kompletten Fox-Kontrolle für mögliche weitere Medientransaktionen rüsten. Die News Corp kontrolliert auch Zeitungen, Fernsehstationen, Satellitenfernsehfirmen und andere Medienvermögenswerte in aller Welt. Murdoch hatte kürzlich den Hauptsitz der News Corp. von Australien nach den USA verlegt und die Hauptnotierung von der australischen Börse an die New Yorker Börse.

Die geplante Fox-Transaktion spielt sich auch vor dem Hintergrund einer Aufstockung der Beteiligung des amerikanischen Medienunternehmers John C. Malone und seiner Firma Liberty Media an der News Corp. auf rund 18 % der stimmberechtigten Aktien ab. Die Murdoch-Familie kontrolliert knapp 30 % der Stimmrechte der News Corp.. Murdoch war nach US-Medienberichten über den Malone-Vorstoß verärgert gewesen.

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