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05.01.2011

11:27 Uhr

Kooperation

RWE und Vodafone bauen gemeinsam Breitbandnetze

VonJürgen Flauger, Sandra Louven

Der Energiekonzern und der Telekommunikationsanbieter schließen gemeinsam ländliche Gebiete an das schnelle Internet an. Ohne die Kooperationen wären die Kosten für die Telekommunikationskonzerne zu hoch. Glasfaser bis ins Haus bleibt auf dem Land jedoch zunächst Zukunftsmusik.

Internet aus dem Glasfasernetz: Bis 2014 müssen drei Viertel der Haushalte versorgt sein. dpa

Internet aus dem Glasfasernetz: Bis 2014 müssen drei Viertel der Haushalte versorgt sein.

DÜSSELDORF. Die Branchen Energie und Telekommunikation rücken weiter zusammen: Der Energieversorger RWE und der Telekommunikationsanbieter Vodafone vereinbarten gestern eine umfassende Kooperation. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam in ländlichen Regionen Glasfaserleitungen verlegen. Gestern unterzeichneten sie eine Absichtserklärung für zehn entsprechende Projekte.

Kabel aus Glasfaser übertragen Daten schneller als andere Materialien. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird angesichts neuer Dienste wie Videos über das Internet immer wichtiger.

Ein erstes Telekommunikationsnetz mit Glasfasertechnologie haben RWE und Vodafone bereits in Calenberg im Kreis Höxter errichtet. Im Frühjahr sollen nun zunächst drei weitere Gemeinden und ein Gewerbepark in Rheinland-Pfalz folgen.

Für die Telekommunikationskonzerne rechnet sich der Anschluss vieler ländlicher Gemeinden nicht. Es wäre zu kostspielig, eigenständig Glasfaserleitungen zu verlegen, weil die Distanzen zwischen den einzelnen Häusern groß sind und anders als in Städten weniger Hochhäuser existieren, in denen sich mehrere Haushalte über dasselbe Kabel erreichen lassen.

Die Bundesregierung fordert von den Telekomkonzernen dennoch, bis 2014 drei Viertel der Haushalte mit einem superschnellen Internetanschluss zu versorgen.

Durch die Kooperation mit Versorgern können die Unternehmen ihre Ausbaukosten deutlich senken. Netzbetreiber wie Eon und RWE oder auch lokale Stadtwerke und Regionalversorger reißen ohnehin Jahr für Jahr tausende Kilometer Straßen auf, um Wohngebiete und Gewerbegebiete ans Strom- und Gasnetz anzuschließen - auch in abgelegenen Gebieten. Zudem lassen sich auch durch vorhandene Leerrohre, durch die schon Stromleitungen laufen, Glasfaserleitungen schießen, ohne die Wege noch einmal aufzureißen.

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