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07.05.2014

09:03 Uhr

Kostensteigerung

Sky macht wieder Verluste

Die Zahl der Abonnenten steigt, doch unterm Strich macht Sky Deutschland im ersten Quartal wieder einen Millionenverlust. Trotzdem ist Vorstandschef Brian Sullivan mit der Entwicklung zufrieden.

Nicht gleich rot sehen: Sky Deutschland schreibt wieder schwarze Zahlen. dpa

Nicht gleich rot sehen: Sky Deutschland schreibt wieder schwarze Zahlen.

UnterföhringSky Deutschland hat in den ersten drei Monaten kein Geld verdient. Der Bezahlsender rutschte angesichts hoher Kosten auch vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) zwischen Januar und März wieder in die roten Zahlen. 2013 hatte der zum Medienreich von Milliardär Rupert Murdoch gehörende Konzern bei dieser Kennzahl das erste Mal in der Firmengeschichte einen Gewinn ausgewiesen - und das soll trotz der Verluste zu Jahresbeginn auch im gesamten Jahr gelingen. Bei den Abo-Zahlen kam der Sender weiter kräftig voran, Vorstandschef Brian Sullivan zeigt sich deshalb hoch zufrieden.

Die Zahl der neuen Kunden wuchs unter dem Strich um rund 64 000 auf nun gut 3,7 Millionen Abonnenten. Auch den Umsatz pro Kunden konnte Sky erneut steigern, die Kündigungsquote sank ebenfalls erneut, wie das Unternehmen am Mittwoch in Unterföhring bei München mitteilte. Bemerkbar macht sich das vor allem beim Umsatz. Der machte zwischen Januar und März einen Satz von 16 Prozent auf rund 421 Millionen Euro. Angesichts eines zusätzlichen Bundesligaspieltages im ersten Quartal, hoher Ausgaben für Werbung und neue Produkte reichte das aber nicht, um die Kosten des Bezahlsenders zu decken.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Somit steht auch vor Steuern, Zinsen und Abschreibung ein Verlust von 8,6 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch ein operativer Gewinn von knapp 6 Millionen Euro in den Büchern anfiel. Unter dem Strich freilich steht ohnehin weiter ein dicker Verlust von gut 53 Millionen Euro. Das wird auch im gesamten Jahr so bleiben, allerdings soll das Ebitda 2014 wieder positiv ausfallen. 2013 war Sky das zum ersten Mal gelungen. Davor war der früher Premiere genannte Sender vor allem mit horrenden Verlusten aufgefallen.

Wie im Detail am Ende das Jahr 2014 aussieht, ist aber offen. Auf der Hauptversammlung hat der Sender eine neue Aufteilung für das Geschäftsjahr beschlossen. Um dem schwankenden Geschäftsverlauf Rechnung zu tragen, verschiebt der Konzern seine Zeitrechnung. Künftig soll das Geschäftsjahr am 30. Juni enden.


Von

dpa

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