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24.07.2012

21:51 Uhr

Kreisen zufolge

EU wird Google-Zugeständnisse wahrscheinlich akzeptieren

Die jüngsten Zugeständnisse von Google reichen den EU-Behörden offenbar aus, so heißt es in Kreisen. Im Streit um die Marktmacht der Suchmaschine ermittelten die Behörden bisher wegen Wettbewerbsschädigung.

Das Logo von Google auf einem Bildschirm. AFP

Das Logo von Google auf einem Bildschirm.

BrüsselDie neuen Zugeständnisse von Google im Streit über die Marktmacht seiner Suchmaschine treffen bei EU-Wettbewerbshütern auf Wohlwollen. Die Vorschläge von Google seien eine Basis für weitere technische Gespräche, sagte EU-Sprecher Antoine Colombani am Dienstag. Er ging dabei nicht näher darauf ein, was der US-Konzern angeboten hat. Die Gespräche könnten dazu führen, dass die Ermittlungen wegen wettbewerbsschädlichen Verhaltens eingestellt würden.

Die EU-Kommission fordert von Google Zugeständnisse, die alle Plattformen abdecken - neben Computern auch Smartphones und Tablets. Diesem Verlangen sei der Konzern nachgekommen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hat am Mittwoch zu einer Pressekonferenz eingeladen. Kreisen zufolge ist es wahrscheinlich, dass er sich auch zu den Google-Ermittlungen äußert.

Die Kommission eröffnete Ende 2010 ein Verfahren gegen den Internetkonzern. Mehrere Konkurrenten, darunter Microsoft, hatten sich über Geschäftspraktiken beschwert. Die Suchmaschine rücke auf unfaire Weise Dienste von Google in den Vordergrund. Auch schließe Google Knebelverträge mit Werbekunden ab, so dass diese keine Anzeigen mehr bei anderen Anbietern schalten könnten, hatte die Kommission moniert.

Unternehmen können bei Verstößen gegen EU-Recht mit Strafen belegt werden, die maximal zehn Prozent des Jahresumsatzes betragen. Bei Google wären das rund vier Milliarden Dollar.

Von

rtr

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