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07.10.2014

18:03 Uhr

Krisenfirma

GT Advanced schuldet Meyer Burger Millionen

Nach seinem Insolvenzantrag schuldet der Apple-Zulieferer GT Advanced Technologies dem Schweizer Zulieferer Meyer Burger 9,3 Millionen Dollar – und hinterlässt damit wohl auch dort ein großes Loch.

Apple wird vom US-Technologieunternehmens GT Advanced Technologies beliefert. AFP

Apple wird vom US-Technologieunternehmens GT Advanced Technologies beliefert.

ZürichDer Insolvenzantrag des US-Technologieunternehmens GT Advanced Technologies droht auch beim Schweizer Zulieferer Meyer Burger ein Loch zu hinterlassen. GT schuldet der Berner Firma insgesamt 9,3 Millionen Dollar, wie einer Kreditorenliste des Konkursgerichts im US-Bundesstaat New Hampshire zu entnehmen war. Eine Meyer-Burger-Sprecherin wollte sich am Dienstag zur Höhe der Ausstände nicht äußern. „Wir bestätigen, dass wir auf der Liste der Gläubiger des US-Konkursgerichts des Distrikts von New Hampshire stehen“, sagte sie zu Reuters. „Der Betrag ist überschaubar.“

An der Börse sackten die Meyer-Burger-Aktien 2,9 Prozent auf 9,11 Franken ab. Helvea-Analyst Stefan Gächter geht davon aus, dass Meyer Burger die Forderung vollständig abschreiben muss. GT hatte am Montag überraschend Gläubigerschutz beantragt. Der Apple-Zulieferer will an zusätzliche Mittel gelangen und geht davon aus, den operativen Betrieb während der finanziellen Reorganisation weiterführen zu können.

Die größten Tablet-Hersteller

Apple

Mit dem iPad hat Apple den totgeglaubten Tablet-Markt wiederbelebt, und immer noch ist der iKonzern der größte Anbieter, angesichts wachsender Konkurrenz verliert er allerdings Marktanteile. Im ersten Quartal stammte ein Drittel der Geräte von Apple (32,5 Prozent Marktanteil nach 40,2 Prozent im Vorjahr). Dabei entwickelte sich der Konzern schlechter als der Markt, der Absatz fiel von 19,5 Millionen auf 16,4 Millionen Stück – insgesamt stieg der Absatz dagegen leicht auf 50,4 Millionen Stück, wie aus Zahlen des Marktforschers IDC hervorgeht.

Samsung

Samsung ist bereits der größte Smartphone-Hersteller, auch bei den Tablets holt der südkoreanische Hersteller mächtig auf. Im ersten Quartal verkaufte er 11,2 Millionen Geräte und steigerte damit den Marktanteil auf 22,3 Prozent (Vorjahresquartal: 17,5 Prozent).

Asus

Einen leichten Rückgang verbuchte Asus. Der taiwanische Computerhersteller, der unter anderem für Google das Nexus 7 baut, verkaufte 2,5 Millionen Tablets – 5,0 Prozent Marktanteil (Vorjahr: 5,4 Prozent).

Amazon

Der Online-Händler Amazon drückt sein Kindle Fire zu Kampfpreisen in den Markt, allerdings mit durchwachsenem Erfolg. Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal eine Million Geräte und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil sank auf 1 Prozent.

Sonstige

Diverse Hersteller tummeln sich in der Kategorie Sonstiges – zusammen kommen sie auf 17,2 Millionen Geräte und einen Marktanteil von 34,2 Prozent. Darunter ist beispielsweise Microsoft: Der Konzern vermarktet seinen Tablet-Computer Surface als Notebook-Ersatz.

Lenovo

Aufsteiger des Jahres in Lenovo: Der größte PC-Hersteller der Welt verkaufte im ersten Quartal auch 2,1 Millionen Tablets, ein plus von 1,5 Millionen. Marktanteil: 2,1 Prozent.

GT sei einer von vielen Kunden, sagte die Meyer-Burger-Sprecherin. Weitere Angaben zur Geschäftsbeziehung wollte sie nicht machen. „Wir stehen in Kontakt mit GT und überprüfen die Zusammenarbeit.“ Meyer Burger fuhr im Halbjahr bei einem Umsatz von 129 Millionen Franken einen Verlust von 88 Millionen Franken ein.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

07.10.2014, 18:56 Uhr

So spontan gesagt: 129 Mille Umsatz und 88 Mille Verlust? Respekt. Krass investiert oder ... ?

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