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16.01.2007

11:59 Uhr

Krisensparte SBS

Siemens versucht im IT-Bereich den Neustart

Die IT-Dienstleistungssparte des Siemens-Konzerns soll mit neuer Führung und neuem Geschäftsmodell aus der jahrelangen Krise finden. Am gestrigen Montag gab der Konzern die neue Führungsmannschaft der von SBS in Siemens IT Solutions and Services umbenannten Einheit bekannt.

cha MÜNCHEN. „IT-Know-How ist ein Schlüssel für den Erfolg von Siemens“, sagte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Christoph Kollatz. Kollatz war zuvor Chef des eigenständigen, krisenanfälligen Service-Bereichs SBS, der nun in der neu formierten Einheit zusammen mit vier weiteren Software- und IT-Häusern des Konzerns aufgeht.

Ihm zur Seite stehen zwei bisherige SBS-Manager, neu hinzu kommen der Inder Anil Laud (64), der als Bereichsvorstand die Region Asien-Pazifik betreut und bisher die indische Siemens-IT-Tochter SISL leitete. Außerdem neu im Bereichsvorstand ist Rolf Unterberg (40), der für Südosteuropa und Österreich regional verantwortlich ist und als Bereichsvorstand wichtige Branchen wie Gesundheit, Energie, Telekommunikation und Medien betreut. Der neue Bereich hat 43 000 Mitarbeiter, und zuletzt einen Jahresumsatz von rund fünf Mrd. Euro.

Die Formierung der neuen Einheit hatte Siemens vor wenigen Wochen angekündigt. Zuvor war lange Zeit über einen Komplettverkauf der Vorgängerbereichs SBS spekuliert worden, denn im vergangenen Geschäftsjahr war bei SBS noch ein Verlust von 549 Mill. Euro aufgelaufen. Der Konzern entschied sich aber – anders als bei der Handysparte – für eine Sanierung aus eigener Kraft. Diese ist allerdings auch mit einem deutlichen Stellenabbau verbunden, zudem machten die Mitarbeit Zugeständnisse bei Gehalt und Arbeitszeit. Zuvor hatte sich SBS von defizitären Feldern wie der Computerwartung getrennt.

Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte schon im November 2006 eine Trendwende verkündet. So konnte SBS das Minus im Ergebnis des letzten Quartals auf 27 Mill. Euro verringern, der Konzern bekräftigte, dass SBS in der neuen Aufstellung schon im Frühjahr die Margenziele der Konzernführung erfüllen soll. Der Bereich wird sich auf höherwertige Dienstleistungen konzentrieren und den Fokus auf die Branchen legen, in denen der Konzern insgesamt stark ist.

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