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07.03.2014

14:33 Uhr

Kronacher Bürgermeister

Loewe braucht staatliche Hilfe

Der angeschlagene TV-Hersteller Loewe braucht Hilfe. Nun denkt der Bürgermeister der Stadt Kronach über eine Beteiligung von Stadt und Landkreis nach. Dazu brauch es allerdings erst die entsprechenden Genehmigungen.

Dunkle Wolken über dem Betriebsgelände von Loewe: Der TV-Hersteller muss eine Finanzlücke in Millionenhöhe schließen. dpa

Dunkle Wolken über dem Betriebsgelände von Loewe: Der TV-Hersteller muss eine Finanzlücke in Millionenhöhe schließen.

KronachZur Rettung des angeschlagenen TV-Herstellers Loewe ist nach den Worten des Kronacher Bürgermeisters Wolfgang Beiergrößlein (Freie Wähler) die Hilfe des Freistaates Bayern notwendig. „Wir werden das Gesetz zwar nicht brechen, aber zumindest biegen müssen“, sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Es werde über eine „gewisse Beteiligung“ von Stadt und Landkreis Kronach am neuen Konzept von Loewe nachgedacht.

Dazu seien Genehmigungen der Bezirksregierung und des Freistaates Bayern erforderlich. „Damit Loewe mit einem neuen Investor durchstarten kann, werden rund 20 Millionen Euro benötigt“, erklärte der Rathauschef.

Deutsche TV-Hersteller

Blaupunkt

Das 1923 gegründete Unternehmen Blaupunkt produziert überwiegend Autoradios und Zubehör, stellt aber auch Fernseher her. Ursprünglich bot die Firma Kopfhörer an, die mit einem blauen Punkt als Prüfsiegel gekennzeichnet wurden. Aus dem Qualitätssymbol wurde bald das Markenzeichen Blaupunkt. Heute beschäftigt der Konzern mit Sitz in Hildesheim die meisten seiner Mitarbeiter in Malaysia.

Grundig

Der Konzern wurde 1930 in Fürth gegründet und stieg wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Rundfunkgerätehersteller Europas auf. Als der Umsatz von Grundig zu Beginn der 1980er Jahre erstmals einbrach, stieg der Elektrokonzern Philips ein. Trotz Umsätze in Milliardenhöhe musste das Unternehmen 2003 Insolvenz anmelden. Der türkische Koc-Konzern bewahrte Grundig schließlich vor der Pleite.

Metz

Die Metz-Werke haben ihre Ursprünge ebenfalls im bayrischen Fürth. 1955 begann das Unternehmen Fernseher zu produzieren und konnte nach der Jahrtausendwende bei der rasanten Entwicklung von Plasma- und LCD-Geräten Schritt halten. 2008 feierten die Metz-Werke das 70. Jubiläum und produzieren ihre Fernseher noch immer in Zirndorf im Landkreis Fürth.

SABA

Die Wurzeln des Unternehmens gehen auf eine Uhrenfabrik zurück, die 1835 im Schwarzwald gegründet wurde. Ursprünglich auf Radioteile spezialisiert, begannen die Süddeutschen Tonbandgeräte und Rundfunkempfänger herzustellen. 1980 wurde die Firma an den französischen Thomson-Konzern verkauft und in TTE Germany umbenannt. Die Nachfolgefirma ging 2008 Pleite.

TechniSat

TechniSat gibt es seit 1987 und zählt damit zu den jüngeren deutschen TV-Herstellern. 2005 erhielt das Unternehmen Sendelizenzen für mehrere Radiokanäle und stellt seitdem auch Fernseher mit integrierten Digitalempfängern her. Geräte von TechniSat werden in zwei deutschen Standorten, in Polen und Ungarn produziert.

Es fehlten derzeit aber noch „einige wenige Millionen“. Diese Finanzlücke müsse jetzt „irgendwie“ geschlossen werden.

Von

dpa

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