Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.05.2014

16:20 Uhr

Kurznachrichtendienst

Apple gesteht System-Fehler bei iMessage

Der US-Konzern gibt zu, dass der Nachrichtendienst iMessage Probleme mit anderen Smartphones hat. So liefen Kurznachrichten von Nutzern einfach ins Leere. Apple will den Fehler nun beseitigt haben. Doch es lauern neue Probleme.

Der iMessage-Dienst von Apple funktioniert zwar auf dem konzerneigenen iPhone. Mit anderen Smartphones hat das System aber Probleme. Reuters

Der iMessage-Dienst von Apple funktioniert zwar auf dem konzerneigenen iPhone. Mit anderen Smartphones hat das System aber Probleme.

CupertinoApple hat erstmals eingeräumt, dass es Probleme mit dem hauseigenen Kurznachrichtendienst iMessage beim Wechsel vom iPhone zu Smartphones mit anderen Betriebssystemen gibt. „Wir haben kürzlich einen Server-Fehler bei iMessage beseitigt, der bei einigen Nutzern zu Problemen führte“, erklärte das Unternehmen dem Technologieblog „Recode“.

Der Dienst iMessage verschickt Nachrichten entweder als SMS oder als Kurznachricht: Nutzt der Empfänger ebenfalls ein Apple-Gerät, wird die Nachricht über einen Server verschickt, statt als SMS über den Mobilfunkanbieter. So entstehen keine Kosten wie bei einer SMS.

Android, Apple und die anderen

Android

Das Google-Betriebssystem ist in wenigen Jahren zur meistgenutzten Plattform im Smartphone-Markt aufgestiegen. 2013 lief nach Zahlen der Marktforscher von Gartner auf 78,4 Prozent aller Computer-Telefone Android. Das Erfolgsgeheimnis: Google bietet Android den Geräte-Herstellern kostenlos an und lässt sie die Software auch anpassen. Samsung, HTC, LG, Sony – die meisten Handy-Produzenten setzen auf die Google-Plattform. Der Internet-Konzern will dabei an Werbeeinnahmen verdienen. Allerdings steht Android auch im Visier besonders vieler Patentklagen. Zudem nutzen viele chinesische Hersteller das System, ohne die Google-Dienste einzubinden.

Apple iOS

Smartphones gab es auch schon bevor 2007 das iPhone vorgestellt wurde – doch erst mit dem Apple-Telefon mit seinem großen Bildschirm begann der wirkliche Siegeszug der Computertelefone. Apple hielt mit seiner iOS-Plattform zuletzt laut Gartner 15,6 Prozent am Smartphone-Markt, heimst jedoch einen beträchtlichen Teil der Gewinne ein, da die gesamte Kette von Geräteentwicklung bis hin zum App Store für passende Programme in der Hand des Konzerns liegt. Allerdings hat Samsung mit seiner breiten Produktpalette den Konzern aus Kalifornien inzwischen abgehängt.

Windows Phone

Microsoft würde sein mobiles Betriebssystem Windows Phone gern als dritte starke Kraft im Smartphone-Geschäft etablierten, doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Das Bündnis mit dem einstigen Handy-Weltmarktführer Nokia soll es richten, die Finnen installieren die Software auf ihren Smartphones und wollen die Gerätesparte ganz an Microsoft verkaufen. 2013 stieg der Marktanteil von 2,5 auf 3,2 Prozent – damit ist zumindest Blackberry abgehängt.

Blackberry

Lange Zeit war Blackberry Managers Liebling – doch diese Zeiten sind vorbei. Die Verkaufszahlen sind 2013 abgestürzt, der Marktanteil ist auf 1,9 Prozent gefallen. Tendenz: weiter schrumpfend.

Sonstige Betriebssysteme

Für den Rest bleibt nicht viel übrig: Betriebssysteme wie das von Samsung entwickelte Tizen oder Firefox OS kamen 2013 zusammen auf nur 0,9 Prozent.

Zuletzt beschwerten sich Nutzer über Probleme beim Wechsel von Apples iPhone zu Geräten mit anderen Betriebssystemen. Behielt der ehemalige iPhone-Kunde seine Telefonnummer, blieb sie in einigen Fällen mit iMessage verknüpft. Da er kein iPhone mehr verwendete, liefen wegen des Fehlers Nachrichten der Nutzer von Apple-Geräten mit iMessage dann ins Leere.

Mittlerweile wurde wegen des iMessage-Problems bereits eine Klage gegen Apple in den USA eingereicht. Der Vorwurf der Klägerin lautet, dass sie nach dem Wechsel vom iPhone nicht den vollständigen Nutzungsumfang ihres Mobilfunkvertrages nutzen kann.

Laut Apple ist das Problem noch nicht vollständig gelöst. „In einem nächsten Update wird es einen weiteren Bug-Fix geben“, teilte das Unternehmen „Recode“ mit. „Nutzer, die weiterhin Probleme haben, sollten sich an den Kundenservice wenden.“

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×